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Das Spiel mit den Emotionen

Freude, Rührung, Enttäuschung bei der Heimniederlage der Bulls.

 

BASKETBALL. Stimmungsvoll und randvoll. So war die Walfersamhalle in Kapfenberg beim Heimauftakt der Bulls gegen Vienna. 40 Minuten lang gab es Emotionen pur.

Freude. Für einen Montagabend zu Saisonbeginn war die Halle sensationell besucht, nur wenige Plätze blieben frei. Und die Stimmung beim Einlaufen des Heimteams war, als ob Kapfenberg eben die Meisterschaft gewonnen hätte. Shawn Ray und Co. ließen sich von dieser Euphorie anstecken, geizten nicht mit Spielfreude und spektakulären Einlagen.

Rührung. In der ersten Viertelpause wurde der langjährige Bulls-Spieler Samuel Knabl offiziell verabschiedet. Als 16-Jähriger kam der Wolfsberger nach Kapfenberg und absolvierte in 14 Saisonen 398 Bundesligaspiele. "So viele?", war er selbst überrascht, als er ein Erinnerungsbild geschenkt bekam. "Die 400 hätt' ich auch noch voll machen können", scherzte der 31-Jährige. 33 Europacupspiele und 26 Nationalteameinsätze hat er auch in seiner Bilanz. Die schönsten Erinnerungen? "Der zweite Titel mit Kapfenberg, weil ich da am meisten beigetragen habe. Und das Europacupspiel in Bamberg und das Match mit Österreich gegen Weißrussland." Jetzt arbeitet Knabl in einem Forschungsinstitut in Gleisdorf, für Landesligist Gratkorn spielt er Basketball. "Aber nur noch zum Spaß."

Enttäuschung. Im dritten Viertel brach Kapfenberg völlig ein, verhaute zehn Dreier in Folge, die Vienna siegte 89:82. "Sie spielen eine aggressive Defense, wie es in Österreich nicht üblich ist. Das war der Schlüssel. Wir waren darauf vorbereitet, aber es hat nicht geklappt", sagte Trainer Ante Perica enttäuscht.

Lange Zeit zum Grübeln bleibt nicht: Am Freitag geht es im Cup nach Oberwart (19 Uhr), am Sonntag wartet das Derby in Fürstenfeld (18 Uhr). CHRISTOPH HEIGL

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