Heute leerstehend, hat ein markantes und nicht weniger imposantes Bauwerk im Osten von Kindberg bereits viel Geschichtsträchtiges erlebt. Es wurde 1900 eröffnet und diente zuletzt als Landespflegeheim und Asylquartier. Davor war es eine sogenannte Landes-Siechenanstalt, in der die „Armen der Ärmsten“ aus der ganzen Steiermark gelebt haben, wie eine Lokalzeitung bei der Eröffnung geschrieben hat. Damit gemeint waren sowohl Alte, Kranke als auch geistig und körperlich behinderte Menschen.
NS-Verbrechen
Vor 85 Jahren wurden 137 Pfleglinge aus Kindberg deportiert und ermordet
Im Rahmen der „Aktion T4“ wurden auch Bewohner der Landessiechenanstalt Kindberg ermordet. Das Gedenken daran soll demnächst ein Stück größer werden.
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