Im Skyroom des Styria Media Centers wurden gestern die Siegerinnen und Sieger der „Köpfe des Jahres 2024“-Wahl aus der Obersteiermark gekürt. Moderator Mathias Pascottini führte durch einen spannenden Abend – die Nominierten wussten vorab nicht, wer als Gewinner auf der Bühne stehen würde. Rund 33.000 Stimmen wurden für die 35 Nominierten abgegeben. Xenia Daum, Geschäftsführerin der Kleinen Zeitung, betonte: „Das ist eine Veranstaltung, wo wir das machen, was uns am Herzen liegt: besondere Menschen vor den Vorhang holen.“ Es gebe Gemeinsamkeiten zwischen den Nominierten und der Kleinen Zeitung - etwa die regionale Verbundenheit und die Vorbildwirkung.

Moderator Mathias Pascottini und Kleine Zeitung Geschäftsführerin Xenia Daum
Moderator Mathias Pascottini und Kleine Zeitung Geschäftsführerin Xenia Daum © KLZ / Stefan Pajman

Den Auftakt machte die Kategorie „Ehrenamt und soziales Engagement“. Lukas Ebner, Kommandant der FF Thörl, wurde ausgezeichnet. Das Jahr 2024 wird den steirischen Feuerwehren in Erinnerung bleiben, etwa im Aflenzer Becken oder der Gemeinde Thörl gingen mehrmals Bäche über. Mit glasigen Augen erklärte er: „Wir halten zusammen und helfen uns. Das ist das wichtigste und wird auch immer so bleiben.“

Lukas Ebner war im Sommer als Feuerwehrkommandant von Thörl gefordert
Lukas Ebner war im Sommer als Feuerwehrkommandant von Thörl gefordert © KLZ / Stefan Pajman

Weiter ging es mit jenen, die ihren Gästen schöne Stunden bescheren. In der Kategorie „Gastgeber“ gewann Andreas Haidinger, der in Leoben und Bruck Betriebe führt. „Die Zeiten sind herausfordernd, aber man darf nicht alles so schlecht reden und muss Projekte schon einmal mit etwas Risiko umsetzen“, so Haidinger, der sich auch bei seiner Familie und seinem Team für die Unterstützung bedankte.

Andreas Haidinger: „Die Zeiten sind herausfordernd, aber man darf nicht alles so schlecht reden“
Andreas Haidinger: „Die Zeiten sind herausfordernd, aber man darf nicht alles so schlecht reden“ © KLZ / Stefan Pajman

„Newcomer“-Sieger wurde Michael Tautscher. Der 19-Jährige war 2024 Europas schnellster Teenager im Bergrennen. Keine Strecke war dem Rennfahrer zu schwer. Zum „Sportler des Jahres“ wurde Maurice „Mauci“ Egger gewählt. Der Enduro-Sportler aus Oberwölz kürte sich im Vorjahr als 22-Jähriger zum jüngsten Staatsmeister.

Nach der Pause ging es weiter mit jenen, die die Region wirtschaftlich prägen. Als Sieger in der Kategorie „Wirtschaft und Forschung“ wurde das junge Team um Viktoria Vidackovic und Julian Zefferer („die Treberei“) geehrt. „Spätestens nach dem Europameister-Titel war klar, dass das es ein erfolgreiches Jahr wird“, sagt Vidackovic von der Junior Company des BG/BRG Stainach. Die Schülerinnen und Schüler produzieren Nudeln aus Biertreber und im März steht für sie bereits der nächste Termin an: Dann geht‘s ab zum „De La Vega Global Entrepreneurship“-Bewerb – quasi der Weltmeisterschaft für Junior Companies.

Julian Zefferer und Viktoria Vidackovic durften sich über den Sieg freuen
Julian Zefferer und Viktoria Vidackovic durften sich über den Sieg freuen © KLZ / Stefan Pajman

Im „Entertainment“ wurden die „Goaßsteigbuam “ ausgezeichnet. „Durch das, dass wir unsere Lieder selbst schreiben, haben wir einen eigenen Stil geschaffen, der ziemlich gut ankommt“, erklärt Patrick Lechner. Gemeinsam mit Manuel Feichtenhofer und Dominik Fuchsbichler tritt er seit mehr als fünf Jahren unter dem Namen „Die Goaßsteigbuam“ auf, nachdem man sich bei einem Skikurs der Brucker Forstschule kennengelernt hatte.

Die Goaßsteigbuam sind seit mehr als fünf Jahren auf den Bühnen des Mürztals und darüber hinaus unterwegs
Die Goaßsteigbuam sind seit mehr als fünf Jahren auf den Bühnen des Mürztals und darüber hinaus unterwegs © KLZ / Stefan Pajman

Zum „Kultur“-Preisträger kürte man Bernhard Wohlfahrter. Er dirigierte bereits zum zweiten Mal die 300 Laiendarsteller der „Öblarner Festspiele“, erhielt den renommierten Diagonale-Nachwuchspreis und ist weltweit unterwegs. Seiner Heimat ist er trotzdem stets verbunden: Wohlfahrters Antrieb: „Ich gehe immer noch daheim zum Frisör, weil ich dort noch immer etwas Neues erfahre.“

(v.l.) Bernd Pürcher von den Bühnen Graz, Preisträger Bernhard Wohlfahrter und Regionalredakteurin Veronika Höflehner
(v.l.) Bernd Pürcher von den Bühnen Graz, Preisträger Bernhard Wohlfahrter und Regionalredakteurin Veronika Höflehner © KLZ / Stefan Pajman

Der Ehrenpreis für das Lebenswerk ging an Alfred Jaklitsch: Als Angelpunkt der Mundart-Band „Seer“ prägt er die österreichische Musiklandschaft. Ein wichtiger Grundgedanke begleitet ihn schon seine ganze Karriere: „Es ist nicht die Anzahl der Menschen ausschlaggebend, wenn da zwei sind, die miteinander tanzen, ein Tränchen verdrücken, dann ist Auftrag des Musikers erfüllt.“