KalwangDie Lehren der Physik für den Straßenverkehr

Geschwindigkeit und Bremsweg: Schüler der HTL Zeltweg erfuhren im Fahrtechnikzentrum die Grenzen der Physik am eigenen Leib.

ÖAMTC, Fahrtechnikzentrum, Kalwang HTL Zeltweg
Physikunterricht auf die andere Art: Andreas Aigner erklärt den Schülern der HTL Zeltweg Bremsweg und Co. © Isabella Jeitler
 

Die Geschwindigkeit macht den Unterschied – doppelte Geschwindigkeit bedeutet einen vierfachen Bremsweg. Rechnerisch keine schwierige Aufgabe, doch vor allem Jugendliche unterschätzen oft die Gefahr, die Straße und Verkehr bergen. Aus diesem Grund haben der Landesschulrat für Niederösterreich und die ÖAMTC Fahrtechnik mit „Fahrphysik erleben“ ein Projekt entwickelt, bei dem Schüler ab 14 Jahren Inhalte des Physikunterrichts erleben – oder besser: erfahren – und somit einfacher verstehen können. Gestern waren Schüler der HTL Zeltweg an der Reihe und zu Gast beim ÖAMTC Fahrtechnikzentrum in Kalwang. Dort konnten die Schüler die Physik und ihre Kräfte hautnah erleben.

Das Basiswissen wurde zu Beginn abgehandelt: Erklärt wurden Grundbegriffe, wie Anhalteweg, Reaktionsweg, Bremsweg, oder Schleudern und Schieben. Doch aus dieser theoretischen Einführung wurde schnell Praxis. Die Schüler durften selbst ins Auto einsteigen und am eigenen Leib erfahren, was passiert, wenn man an die Grenzen der Physik stößt.

„Wir haben das Thema Bremsweg in der Schule rechnerisch zwar schon durchgemacht, aber es wird einem einfach viel deutlicher, wenn man es mit eigenen Augen sieht“, sagt Alexandra Ditiu, eine Schülerin der HTL Zeltweg. Auf alle Fälle werde sie das hier Erlebte an Freunde und Familie weitergeben, damit diese gefährlichen Situationen nicht auftreten. „Wir haben gesehen, dass es relativ schnell gehen kann, dass man im Straßengraben liegt“, berichtet der 15-jährige Daniel Bacher der HTL Zeltweg. Durch die Fahrtests, die sie hier gemacht haben, brenne sich das stark ins Bewusstsein ein. Im Sommer beginnt Daniel selbst mit dem Führerschein. „Ich werde das, was wir heute erfahren haben, auf alle Fälle berücksichtigen“, so Daniel.

Unterricht mit dem Rallye-Weltmeister

Ein Ziel dieses Projekts sei es, den Jugendlichen die Grenzen aufzuzeigen, erklärt Hubert Trattner, Leiter des Fahrtechnikzentrums Kalwang. Ein weiteres ist es, diese Form der Wissensvermittlung auch auf andere Bundesländer auszuweiten. Die Schüler hätten sich in der Schule schon auf die Themen, die sie im Fahrtechnikzentrum bearbeiten, vorbereitet. „Bei uns hier sollen sie erleben, erfahren und spüren“, meint Trattner. Die Jugendlichen nehmen Eindrücke mit, die sie so schnell sicher nicht wieder vergessen werden.

Der Rallye-Weltmeister Andreas Aigner hat den Jugendlichen deutlich gemacht, wie es im Extremfall ausgehen kann, und wie man diesen eben vermeiden kann. „Im Rennsport geht man ans Limit und darüber hinaus, ich habe also schon viel erlebt und möchte das den Jugendlichen weitergeben“, so Aigner. Die Möglichkeit, die Limits auszutesten gibt es am Gelände des Fahrtechnikzentrums. Der Bezug zum Autofahren und zu der Geschwindigkeit seien die primären Aspekte, die Aigner den Jugendlichen vermitteln möchte. Trotz der Tragweite des Themas, hatten die Schüler großen Spaß. Das sei, so Aigner, das Wichtigste an dieser Art des Unterrichts: „Wenn mir etwas gefällt, dann bleibt es auch hängen.“

Kalwang: Fahrtechnik Zentrum ÖAMTC: Schüler erleben Physik hautnah

Um Jugendliche besser auf die Straße vorzubereiten, bietet die ÖAMTC Fahrtechnik das Projekt "Fahrphysik erleben" an. Mit dabei in Kalwang waren heute unter anderem Landesschuldirektor Gerhard Sihorsch, der Rallye-Weltmeister Andreas Aigner und der Leiter des Fahrtechnik Zentrums Kalwang, Hubert Trattner.

Isabella Jeitler

Gemeinsam wurde berechnet und gemessen und dann in die Praxis umgesetzt. Die Schüler durften im Auto mitfahren um zu sehen und zu spüren, was im Extremfall passieren kann.

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Andreas Aigner, Rallye-Weltmeister, hat schon vielen erlebt und kann den Kindern somit viele zahlreiche Tipps für die Zukunft geben.

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Das Bremsen auf trockener und nasser Fahrbahn bei gleicher Geschwindigkeit zeigte einen gewaltigen Unterschied, den fast keiner der Anwesenden erwartet hätte. Außerdem wurde demonstriert, was passiert, wenn das Heck ausbricht, und wie man sich in diesem Fall verhalten soll.

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