Sie setzten also die 182-jährige Geschichte ihres Familienbetriebes fort: Vor wenigen Tagen haben Christian und Heinrich Simon ihr Geschäft "Handschuhe zur Oper" am neuen Standort in der Reitschulgasse neu eröffnet. Ja, zwischen vielen internationalen Ketten gibt sie trotz allem noch - Grazer Geschäfte mit Geschichte. Und Tradition.

Sie findet man beispielsweise in der Murgasse neben dem Hauptplatz: Hier residiert nicht nur das Besteck-Fachgeschäft Scala, in dem man seit 140 Jahen messerscharf beraten wird - gleich gegenüber liest man auch den Schriftzug "Seit 1905" über der Eingangstür des Schmuckgeschäftes Kreuzig. Der Name Weikhard (heute auf dem Hauptplatz) als Goldschmiede-Dynastie lässt sich gar bis Jahr 1680 zurückverfolgen - knapp dahinter kommt schon der Lebenslauf der Großbäckerei Sorger, deren Anfänge ins Jahr 1688 zurückreichen.

Die Geschichte von Weikhard geht in Graz bis ins Jahr 1680 zurück
Die Geschichte von Weikhard geht in Graz bis ins Jahr 1680 zurück
© Juergen Fuchs

Immerhin seit 1840 bringen die Waren von Klammerth in der Herrengasse Familien an einen Tisch. Und in der Stubenberggasse wiederum ist der Juwelier Amberger seit fast 100 Jahren im Besitz der Familie Amberger-Kremsner.

Parallel aber haben sich auch unzählige Familienbetriebe und Traditionsgeschäfte verabschiedet - von Sewera bis zuletzt Schediwy. Erinnern Sie sich noch?