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Hanf im SchloßbergstollenZuerst hat die Stadt Graz das Kunstprojekt gefördert, dann angezeigt

Die Debatte um die blühenden Hanfpflanzen im Schloßbergstollen im Rahmen des geförderten Kunstprojektes "Transparadox" reißt nicht ab.

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Transparadox
Hinter dieser Wand im Schloßbergstollen waren die Hanfpflanzen als Schatten zu sehen. Jetzt ist dort nichts mehr (Nachbearbeitung durch Werner Schimpl) © Werner Schimpl
 

"Nicht die Polizei hat das Kunstprojekt gestoppt, sondern der Kulturstadtrat", sagt Werner Schimpl. Er hat gemeinsam mit der Künstlerin k.ada die Lichtinstallation "Transparadox" im Grazer Schloßbergstollen realisiert, bei dem Hanfpflanzen zum Blühen gebracht wurden. "Transparadox" ist ein Teil der Ausstellung "Solaris".

Kommentare (9)
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Phieee
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Hat Kommunikation ausreichend stattgefunden?

Ohne die näheren Umstände zu kennen kann ich mich nur insofern dazu äussern, dass 1.) der Plan des/der Künstler/in eine Diskussion auszulösen, aufgegangen zu sein scheint. Das wäre der positive Aspekt dabei. Denn wäre alles, und ich bin ein Befürworter dessen, mit dem Kulturamt aus- und abgesprochen worden, wäre statt des verbotenen Hanfes, u. U. ein legaler verwendet worden, hätte das die Diskussion nie so herbeigeführt, wie durch den, ich muss sagen "reisserischen" Artikel "Grasgeflüster im Schloßberg". (evt. sogar beabsichtigt?) Das dadurch ein Prozess in Gang gesetzt wurde der das Gesetz auf den Plan ruft, ist demzufolge logisch und keine Zensur. Jetzt aber das Kulturamt und Sie als dessen höchsten Vertreter dafür verantwortlich zu machen ist gelinde gesagt, traurig. Ich muss an dieser Stelle aus einem Interview mit Mag. Patrick Schnabl aus dem Jahre 2012 zitieren: "Dass die Leute sagen, die Kulturabteilung hat sich zum Positiven verändert, sie ist ein echter Dienstleister, von dem sie sich verstanden und unterstützt fühlen." https://www.kleinezeitung.at/.../Dienstleister-fuer...2.) Freiheit der Kunst: spannender wäre es jedenfalls gewesen das Vorhaben im Prozess des Entstehens mit dem Kulturamt zu besprechen. Da liegt einer Meinung nach die "wirkliche" Freiheit der Kunst. Das das leider nicht geschehen ist entzieht einem echten Diskurs die Grundlage, da es jetzt um etwas anderes geht als das Gewollte. Eigentlich schade.

transparadox
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Wollen Sie damit sagen, dass der Künstler einen Kunstmanager fragen sollte, wie er die Arbeit machen soll?

Im das Projekt handelt sich genau betrachtet um die Verwendung legal erworbener Pflanzen, die in einer Installation nicht direkt sichtbar, auch als Videoinstallation wahrgenommen hätten werden können und deren Ertrag in ein weiterführendes Kunstwerk, das die Möglichkeit des Konsums unterbindet, eingeflossen wäre. Die Freiheit des künstlerischen Handelns ist durch das freie schöpferische Handeln im Bereich der Kunst und Kultur in dem Umfang ausgedrückt, der nicht durch die Bestimmungen des geltenden Rechts eingeschränkt werden soll! Der/die Künstler*in kann und muss ernsthafte, gesellschaftlich sensible Themen aufgreifen und damit weitere Diskussionen provozieren. Der/die Künstler*in kann unabhängig und uneingeschränkt agieren, was sich in seinem/ihrem Einfallsreichtum und der individuellen Herangehensweise an die jeweilige Materie manifestiert. Die Kunst, mit der ein/eine Künstler*in seine/ihre Gefühle und Ansichten ausdrückt und die eigenen Gedanken mitteilt, sollte in den allermeisten Fällen nicht im Fokus des Rechts, insbesondere des Strafrechts stehen, schon gar nicht, wenn in dieser Frage unterschiedliche rechtliche Expertisen vorliegen.

calcit
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Eine Frage Herr Schimpl,

Haben sie in ihrem Förderantrag dezidiert festgehalten, dass sie im Rahmen ihres „Kunstprojektes““ Pflanzen anbauen, züchten, etc... die der. Suchtgiftverordnung unterliege? Ja oder nein?

transparadox
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Nein, weil nicht erforderlich ist!

In diesem Projekt wurde das von den Fördergebern eingesetzte Geld nicht in das Corpus Delicti, also die Cannabispflanzen gesteckt, sondern in den Bau eines semitransparenten Raums, der als Projektionsfläche für Unbekanntes und die Angst davor dient. Die geernteten Blüten werden ihrerseits in ein bereits in Bau befindliches Kunstwerk gegossen und nicht (!!!) zu Gewinnung von Suchtgift. Nach § 6a Abs. 1 SMG (Suchtmittelgesetz) ist der Cannabisanbau zu Gewinnung von Suchtgift geregelt bzw. verboten. Die Strafbestimmungen nach § 27 SMG regelt in Abs. 1 Z 2 ebenfalls nur den Anbau von Cannabis „zum Zweck der Suchtgiftgewinnung“.

olejetztaber
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Riegler gehört weg!

..net die Pflanzen!

transparadox
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Niemand gehört weg, auch der Kulturstadtrat!

und wir finden diese Art von Kommentaren überhaupt nicht auf dem Niveau, das wir als Künstler haben wollten!

Possan
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Ich dachte immer,

Wir hätten eine pandemie?! Und jetzt eine Schlagzeile.. sieben hanfpflanzen hinter Plexiglas????
Was die Förderung betrifft lässt sich diskutieren...
Anscheinend ist das coronathema auch schon ausgereizt, wenn schon sowas als Schlagzeile gilt 😕

Ragnar Lodbrok
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Der Armin Sippel,

der beim Sommerfest der Identitären fröhlich mitgesungen hat?

Stemocell
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Waren da

die Schildbürger am Werk?