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Nach Vorstoß in WienDie Grazer Politik plant die autofreie Innenstadt

Jetzt denkt auch Graz über eine autofreie "Innere Stadt" nach. Verkehrsstadträtin Kahr hat Konzept beauftragt, die Bezirksvorsteherin ist dafür. Voraussetzung: Rücksicht auf Anrainer.

Kaiserfeldgasse Schmiedgasse
Während die Schmiedgasse im Grazer Zentrum bereits Fußgängerzone ist, dürfen in der Kaiserfeldgasse die Autos fahren - noch zumindest © Gerald Winter-Pölsler
 

"Das wäre eine gute Lösung“, sagt Ludmilla Haase, seit vielen Jahren Bezirksvorsteherin der Inneren Stadt in Graz und ÖVP-Politikerin. „Das ist ein Gebot der Stunde“, findet auch Verkehrsstadträtin Elke Kahr (KPÖ).
Beide Grazer Politikerinnen übernehmen damit eine Vorlage aus Wien.

Kommentare (23)

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Plantago
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Ja, Autos alle raus,

und dafür Wölfe im Stadtpark ansiedeln! "Begegnungs-Zone"

MoVeiT
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Mir unsachlichen Kommentaren...

...kann man sich einer vernünftigen Diskussion natürlich auch entziehen.

Ed2020
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Wozu brauchen wir eine Altstadt? Nur mehr als Event-Location!

Anrainer weggezogen, Geschäfte zugesperrt, aber die Altstadt ist schön zum Ausgehen und feiern - ich zieh jetzt auch weg.

FySy
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Wegziehen

Ja da schließe ich mich an. Die grünen Parkzonen werden auch ständig erweitert, sodass ich für das Parken zu Hause auch noch zahlen muss.
Haus im Grünen und Shopping im Einkaufszentrum.

LaoQui
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Bitte bald wegziehen,

aber bitte gleich nach WU. Mitbürger wie Sie sind Verursacher und Anhänger der städtischen Überhitzung, auf die können wir verzichten.

Mein Graz
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@FySy

Parken "zu Hause" - damit meinst du vermutlich vor dem Haus auf öffentlichem Grund. Diesen muss die Allgemeinheit über die Steuern erhalten, damit DU drauf parken kannst. Da ist ein Beitrag doch nur gerecht!
Haus im Grünen ist schön und ich vergönne es dir. Du solltest allerdings bedenken: du wirst wenn du in der Stadt was brauchst oder zu erledigen hast, in die Stadt fahren müssen. Dazu musst du entweder das Auto verwenden und Parkplatz suchen und Parkgebühren bezahlen (von denen ich im Sinne des Umweltschutzes hoffe, dass sie erhöht werden, um über diesen Umweg die Menschen in die Öffis zu bringen) oder du musst die Öffis nutzen. Nur wird das schwierig, wenn man weiter weg "im Grünen" wohnt.

Jeder soll es machen wie er will. Nur dann nicht beklagen, dass man in der Stadt keinen Parkplatz kriegt...

limbo17
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Das wird von vorne bis hinten

wieder ein totaler Murks werden!
Bei unseren unfähigen Politikern auch kein Wunder!

cyxxx
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Infrastruktur lässt grüßen...

... wie soll das in Graz vernünftig klappen?
Jede Wette, dass einige (viele) Pendler die Öffis lieber benutzen würden, wenn das Preisleistungsverhältnis dazu passt. Man kann nirgendwo vernünftig sein Auto parken um dann in die Stadt zu kommen. Damit ist das Thema aus jetziger Sicht auch schon wieder durch. Solange sich beim Thema Infrastruktur nichts ändert. Kann man das einfach nicht ändern.
Die Ticketpreise müssen runter und die Parkplätze für Pendler erhöht werden. Öffis müssen vermehrt und besser zugänglich sein.

Zwiepack
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Sagt einer, der wohl nur mit dem Auto fährt

Graz Nord, Murpark, Verteilerkreis Webling um nur einige Beispiele zu nennen, wo bequem und mittels Kombiticket zu guten Preisen auf Öffis umgestiegen werden kann.
Das Jahresticket in Graz kostet jetzt schon weniger als 1 €/Tag, auf allen S-Bahnen zumindest in der Hauptverkehrszeit Halbstundentakt.
Aber wer unbedingt in seiner Karre sitzen will, findet natürlich immer eine Ausrede, auch wenn sie noch so blöd ist

LaoQui
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Grazer Schneckentempo!

Anstatt die Corona-Krise sofort für eine völlige Neugestaltung des innerstädtischen Verkehrs zu nutzen, werden jetzt erst Konzepte entwickelt, die von Aktivbürgern schon seit vielen Jahren gefordert werden. Die Stadtregierer haben diese Chance grandios verpasst - oder gehofft, es würde eh alles so werden, wie vorher. Eine so wunderbare Allee wie die Kaiserfeldgasse den Autos zu überlassen, war eine der größten Versäumnisse der Grazer Verkehrs- und Grünpolitik. Man könnte neben Wien auch Oslo als Vorbild nehmen: dort gibt es in der Innenstadt keine Parkplätze mehr, dafür Radwege, Bänke, Gastgärten, Grünanlagen. Nagl, Kahr & Co.: bitte, handelt jetzt endlich! Die Stadtbewohner, ihre Besucher und ihre Unternehmen werden es zu schätzen wissen.

Plantago
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Und nicht vergessen: den Strom abschalten!

Soll ja eine beruhigte Zone sein.

Plantago
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Dann bitte auch gleich "fahrradfrei"!

Um die vielen Fußgänger nicht unnötig zu gefährden, die schwer beladen ihre Einkäufe nach Hause tragen.

melahide
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Ja bitte!

Ganz Graz sollte weitestgehend Autofrei werden. Anrainer, Lieferdienste, Rettung, Polizei usw. sollten noch fahren dürfen. Ein paar "Hauptverkehrswege" zum Krankenhaus, Bahnhof sollten offen bleiben. Dafür Radwege massiv ausbauen, E-Mopeds und E-Bikes massiv fördern, strunzbillige Parkplätze am Stadtrand mit optimaler Öffi-Anbidung und versperrbaren Radabstellplätzen, sowohl am Parkplatz als auch am Bahnhof, damit man von den Öffis gleich weiter fahren kann. Glaube, dass dies niemanden weh tun würde ...

MoVeiT
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Mehr Platz für Menschen

Das ist ein wichtiger Schritt, den Menschen wieder jenen Platz zurückzugeben, der ihnen eigentlich zusteht. Auf viel grün darf natürlich nicht vergessen werden. Gestalterisch gibt es aber sehr viele Möglichkeiten, diese Chance so gut wie möglich zu nutzen.
Was jedoch nicht vergessen werden darf, ist die Tatsache, dass die Straßenbahn in der Neutorgasse rasch vorankommen muss, um attraktiv zu bleiben, daher sollte der Individualverkehr zumindest Richtung Norden nur über den Kai geführt werden.
Auf die Radfahrer sollte auch keinesfalls vergessen werden, die derzeitige Situation in der Schmiedgasse ist leider nicht optimal.
Alles in allem freuen wir uns auf die Umsetzung und sind gespannt, wie lange es dauern wird.
Man darf aber nicht außer Acht lassen, dass es auch in allen anderen Bezirken ein sehr großes Potential für die Forcierung der sanften Mobilität gibt.

Ragnar Lodbrok
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Einerseits toll für die Innenstadt -

andererseits muss man im Gegenzug die Parkgebühren in den Tiefgaragen regulieren. Macht man das nicht - ist die Innenstadt in 10 Jahren tot.

TomKLZ
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Na endlich!

Ich freu mich drauf!

FySy
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Nur weiter so

Einkaufen und die Sackerl und Pakete in der Stadt herumtragen. So werden die Kunden noch mehr in die Shoppingcenter getrieben.
Außerdem, Graz ist nicht Wien. Graz ist keine Weltstadt, nein Graz wird zur Betonwüste die man mit Trinkwasser im Sommer kühlen muss (Bsp. Tummelplatz).
Ohne die Kastnter & Öhler Tiefgarage wäre es eh schon sehr ruhig in der Stadt.

MoVeiT
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Wer ohne Auto nicht einkaufen will...

...fährt sowieso ins EKZ und nicht in die Innenstadt. Das ist nicht die Zielgruppe unserer hisorischen Altstadt.

Die Grazer City ist mit Autos derart zugemüllt, dass es vielfach an Aufenthaltsqualität, sicheren Radwegen, schnellen ÖV-Verbindungen oder ordentlich breiten Gehwegen fehlt. Und deshalb, nur deshalb, stirbt die Innenstadt. 60 Prozent aller Wege in Graz (und über 70 Prozent in den inneren Bezirken) werden ohne Auto zurückgelegt. Und diese riesige Zielgruppe wurde verkehrsplanerisch in den letzten Jahrzehnten völlig ignoriert. Statt neuen Tramlinien (z.B: Südwestlinie) wurden Tiefgaragen gebaut (z.B. Pfauengarten mit 800 Stellplätzen), statt Radwegen wurden die oberirdischen Parkspuren erhalten und der Abendverkehr im ÖV ist noch immer darauf ausgelegt, dass die Geschäfte um 18 Uhr zusperren (was schon lange nicht mehr der Fall ist).

Solange Verkehrspolitik in erster Linie Autolobbyismus ist, wird die Innenstadt sich nicht erholen. Das hat noch in keiner Stadt funktioniert und wird auch in Graz nicht funktionieren.

Ed2020
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Anrainerfreude

Einsatzfahrzeuge ohne Einsatz glühen die Sporgasse runter, erreichen aber niemals das Tempo der Kampfradler; Urlaubsplanung nur mit Graz Festkalender möglich, sonst kann man die Koffer erst nach Sonntag Mitternacht aus dem Auto holen; das helles Klirren der Flaschenwürfe paart sich mit dem Gesang der Strassenkehrmaschinen nach dem Fest und schon Montag, Dienstag kommen die Sattelschlepper um Bühne und Absperrgitter abzuholen; treffen oftmals ihre Brüder, die mit neuer Bühne und neuen Absperrgittern für die freudige Erregung von Anrainern und Geschäften sorgen.

Ach, auf vielfachen Wunsch wird unsere Lieblingsbaustelle Ecke Sporgasse/Hofgasse auch heuer wieder bespielt, welch Freude!

melahide
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Jo

Da zahlen die Leute lieber 10 Euro für´s Parken, bevor sie das Auto irgendwo stehen lassen und mit Öffis direkt zum Hauptplatz fahren.... das ist nur Bequemlichkeit und sonst gar nix. Das muss wirklich nicht mehr sein!

Ed2020
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Öffis sind nur für Menschen ohne "Zubehör"

Habe einmal in der Straßenbahn eine Kaffeemaschine am Schoß transportiert. Die Mitfahrenden haben mich wie einen Außerirdischen angesehen. Öffis sind nur für Menschen ohne "Zubehör". Schon einmal eine Mutter mit Kinderwagen, Kindern und Einkauf beim Einsteigen zugesehen? VIelleicht geholfen?

MoVeiT
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Wie oft im Jahr kaufen Sie denn eine Kaffeemaschine?

Kleiner Einkäufe lassen sich problemlos ohne Auto befördern. Und das Mobilitätsverhalten von Kindern wird entscheidend durch die Eltern geprägt. Also Einkaufen und Kinder als Argumente gegen weniger Autos in der Innenstadt anzuführen, ist etwas eindimensional betrachtet. Zumal gerade Kinder von weniger Verkehr profitieren, weil dann mehr Platz für sie auf den Straßen ist.

steinmhe
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Leerstände

Trotz vieler gegenteiliger Versprechen vergrößert sich die Anzahl der leerstehenden Geschäfte in der Innenstadt stetig. Fahrzeuge wie Botendienste und Einsatzfahrzeuge nicht im Einsatz fahren auch am Nachmittag durch die vorhandene Fußgängerzone. Eine Erweiterung der Lokalkapazitäten führt in der geplanten erweiterten Fußgängerzone zu zusätzlichen abendlichen Lärm.