GrazVideo zeigt, wie eng Radler von Autofahrern überholt werden

Zu geringer Abstand beim Überholen gilt als die dritthäufigste Unfallursache. Ein Grazer hat nun mitgefilmt, wie eng er von Autofahrern überholt wird.

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Ein Video eine Grazers zeigt nun, was für viele Radfahrer gefährlicher Alltag ist: Autofahrer halten oft den notwendigen Sicherheitsabstand beim Überholen nicht ein. "Bei schweren Unfällen ist das zu enge Überholen die dritthäufigste Ursache", weiß Stephan Landgraf von der Radlobby Argus.

Kommentare (66)
Tingletanglebob
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Radfahrer... die heilige Kuh des Straßenverkehrs

Wenn man sich in Graz eine halbe Stunde lang zu einer Kreuzung stellen würde und Radfahrer filmen würde, würde man sehen dass 90% der Radfahrer

1. keine Lichter, Strahler am Rad montiert haben
2. telefonierend mit einer Hand herumkreisend dahin torkeln
3. Ampeln komplett ignorieren und auch bei rot immer wieder reinfahren
4. Stoptafeln, Vorrang geben etc. ignorieren
5. viel zu schnell an Fußgängern, vorallem bei kleinen Kindern vorbeirasen (kann man vorallem in der Schmidtgasse beobachten)
6. nachts überhaupt nicht richtig gekleidet sind (in Kombination mit fehlenden Lichtern und Strahlern der Hit)
7. bei stärkerem Verkehrsaufkommen Autos links, rechts, dazwischendurchpressend überholen mit 0 Abstand).
8. Fußgängerübergänge mit rasanten Tempo missbrauchen
9. das Rechtsfahrgebot immer wieder missachten... und so weiter...

Wo bleiben nun die Nummerntafel für Radfahrer damit auch diese endlich kapieren, dass Verkehrsregeln auch für sie gelten?

karlrt2
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Whataboutism

Zu 6: welche Kleidung müssen fahrradfahrer denn anhaben?
Zu 7: Im stehenden Verkehr legal. Warum müssen Radfahrer warten, wenn Autos die Stadt verstopfen?
Zu 9: Warum wohl? Weil man sonst arg eng überholt wird. (Siehe Video)

Insgesamt nur Whataboutism:
1) Autofahrer brechen Regeln, gefährden Verkehrsteilnehmer.
2) Reaktion: Aber die Radfahrer sind auch...

Zeig mir mal die Statistik der durch Radfahrer verursachten Verkehrstoten vs der durch PKW, dann können wir weiterreden.

Bewohnerin2
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Seh ich genau so..

Es ist zum heulen... Graz ist in Sachen Radfahrer extrem schlimm... Teilweise haben wir hier Radautobahnen die aber oft nicht benützt werden... Und wenn ich mir das Video anschaue und davon ausgehe das die Kamera am Kopf oder zumindest mittig plaziert war, dann kann man sehen, daß der Radfahrer die ganze Fahrbahn blockiert.... Was soll das beweisen... Ausser das 90 % der Radfahrer glauben sie sind die Retter der Menschheit... klimatechnisch... Und so Gott ähnlich verhalten sie sich auch... Da könnte ich kotzen..

karlrt2
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Wenn der Radfahrer rechts einen Abstand von 1 Meter einhält (rechts fährt) und der Autofahrer den Sicherheitsabstand von 1,5m einhält, dann muss der Autofahrer sowieso die Spur wechseln. Was in den Kopf vieler Autofahrer nicht reingeht: Ein Radfahrer blockiert eben die ganze Fahrbahn. Wo er dabei fährt ist nicht relevant.

Dogsitter
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Wenn Alle Rücksicht

nehmen, passiert nichts, mir ist es als Fußgänger 2mal passiert das ich gestreift wurde, einmal von einem Autofahrer...enger Weg, wo nur 1 Auto fahren kann, ich ging mit Hund an der Leine soweit wie möglich links..da ist eine Böschung und auf der anderen Seite ein Zaun und die Autofahrerin streifte mich mit dem Außenspiegel..und einmal am Rad-und Gehweg...auf einer Geraden, da fuhren 2 Männer nebeneinander und einer streifte mich mit dem Lenker..ich hatte zum Glück nur blaue Flecken, aber man muss sich schon fragen, was mit den Menschen los ist, das man nicht bremsen kann, oder hintereinander fahren, wenn es sich nicht ausgeht....etc.

karinkarner
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Mit einander

Also ich bin Radfahrerin, Autofahrerin, Fußgängerin und Nutzerin der Öffis und versuche die anderen Seiten auch im Ärger zu berücksichtigen. Ich finde es in diesen Diskussionen sehr schade, dass immer auf den Anderen hingehackt wird. Wären alle rücksichtsvoll, würden sich vehemente AutofahrerInnen auch ab und zu mit dem Fahrrad fortbewegen und umgekehrt, gebe es vielleicht mehr Verständnis für die andere Seite. Es geht nicht darum, wer recht hat. Würde ein Sicherheitsabstand eingehalten werden, würden FußgängerInnen zuerst nach links und rechts blicken, bevor sie die Straße (ohne Zebrastreifen) queren, würden RadfahrerInnen andere RadfahrerInnen nichts rechts überholen und dann schneiden, würden AutofahrerInnen beim Überholen auch bedenken, dass ihr Fahrzeug nach dem Fahrersitz noch einige Meter lang ist, oder würden RadfahrerInnen bedenken, dass es beim Autofahren tote Winkel gibt, so würden sich diese Diskussionen erübrigen. Im Sinne unserer aller Sicherheit hoffe ich sehr auf mehr Verständnis für die verschiedenen TeilnehmerInnen des Straßenverkehrs in Graz.

pescador
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.

Wieso fährt der Radfahrer mitten auf der Fahrspur?

jahcity
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Bei Gegenverkehr

den Radfahrer überholen! Ja sicher finden wir da noch einen Fehler beim Radler....

stprei
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Rechte Fahrlinie

Es ist in Ordnung das aufzuzeigen, ich verstehe dass es unangenehm ist.
Man muss aber doch zwei Punkte einwenden:
1. Kann man sich beim Wegenetz auch für eine Route abseits der 50er-Hauptrouten entscheiden. Zb über die Eggenberger Allee, wo ein durchgängiger, getrennter Radweg besteht oder am R2. Sofern möglich, ist dies wohl die konfliktfreieste Methode.
2. Sollte man eine Fahrlinie rechts wählen und nicht großzügig zur Mitte versetzt fahren, dann würde es sich auch (bis auf unter der Bahnüberführung) ausgehen.

stprei
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2:00

Die rechte Fahrlinie sieht man übrigens bei 2:00 sehr schön.

Metis
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Danke Radfahrer!

warum fährt er
1) nicht auf dem Radweg und
2) mitten auf der Straße?
Endlich gibt’s den Videobeweis für die täglichen Begegnungen mit so hirnlosen Radfahrern. Zum Glück sind nicht alle so.

alaska1994
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An die gewichtigen 2 Tonnen Alleinherrscher der Straßen

Wenn er nicht in der Mitte fährt, wird er auch bei Gegenverkehr von den Autofahrern, für die alleine schließlich Straßen gebaut werden, noch überholt.

sanantonio
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Wäre es bei dieser Strecke nicht vernünftiger

den Murradweg zu wählen ? Der verläuft doch parallell dazu und ermöglicht eine gefahrloses Radfahrvergnügen ohne Zeitverlust.

X22
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Das sagen die, die vom Straßnverkehr und Rechtssachen in Pkto. Straßenverkehr keine Ahnung haben

Das Rechtsfahrgebot gilt auch für Radfahrer. Es muss dabei so weit rechts gefahren werden, wie es der Verkehr bzw. sonstige Hindernisse ohne eigene Gefährdung und ohne Beschädigung von Sachen erlauben. (§ 7 Abs 1 StVO) Art und Umfang der Gefährdung hängen von den Umständen ab. Das sind bei Radfahrern z.B. Straßenbelag, Schienen, Autotüren, Querverkehr, querende Fußgänger.

Nach der Rechtsprechung des Landesverwaltungsgerichts Wien ist die Einhaltung eines Abstands von 1,2 bis 1,8 m zu parkenden Fahrzeugen durchaus vertretbar und wird dadurch nicht gegen das Rechtsfahrgebot verstoßen.

Durch zu extremes Rechtsfahren könnten Autolenker auch zu gefährlichen Überholmanövern eingeladen werden!

ÖAMTC-Tipp:

Sicherheitsabstand nach rechts immer einhalten! Übrigens: Auch auf Radwegen gilt das Rechtsfahrgebot! Beim (erlaubten) Nebeneinanderfahren darf - falls Gegenverkehr zulässig - die gedachte Mittellinie nicht überschritten werden!

Naja, jetzt können die Experten hier im Forum ja ihre Meinung zur Sachlage preisgeben, die die das geschrieben haben ja keine Ahnung, wie man sich auf den Straßen verhält, das wissen nur die diplomierten Experten hier.

stprei
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Experte

1,8m von parkenden KFZ oder den Straßenrand ist bei einer Fahrbahnbreite von Gemeindestraßen von zumindest 2,6m also zulässig? Wäre im Sinne dieser Judikatur dann nicht auch für Kfz so ein Abstand zulässig?

Kann zulässig sein heißt nicht dass es immer so ist. Ist man konsequent und rechnet die 1,5m Sicherheitsabstand dazu, müsste der Gegenverkehr ja stehenbleiben, um den Radfahrer nicht zu gefährden. Das genannte Urteil wird sich daher auf eine Ausnahmesituation beziehen.

X22
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Tja Experte stpei, ich beharre mich, wie auch das Gesetz selbst, nicht auf 1,2-1,8m, es geht um die Formulierung ...so weit rechts gefahren werden, wie es der Verkehr bzw. sonstige Hindernisse "ohne eigene Gefährdung" und..., dazu zählt auch der Fahrbahnzustand, wie würdens das Auslegen, wenn sie selbst am Rad sitzen.

Und, jetzt mal allgemein etwas zum Video, alle reden davon, dass der Radfahrer mittig der Fahrbahn fährt, da gibt es im Video Sequenzen, die etwas anderes vermuten lassen, die eine betrifft den Teil (2:04), wo ein Kind am Gehweg fährt und ein Radfahrer ziemlich weit rechts, genau das sehen sie wie die zwei KFZ vorbeifahren, beide fahren zum Teil auf der Gegenfahrbahn mit den rechten Reifen knapp über der Mittellinie auf der eigenen Fahrbahn, die halten den Abstand ca. 1,5m locker ein, man sieht auch, dass sie keine Richtungsänderung nach dem Vorbeifahren des Filmers nach rechts machen, also bewegt er sich auch in einem Bereich der zulässig erscheint, dazu sieht man mehrere Sequenzen, wobei Autofahrer gerade mal mit einem Reifen auf der Gegenfahrbahn sind, stellen sie sich das jetzt bei der erst genannten Sequenz vor, wie groß wäre der Abstand zum Radfahrer und wo befindet sich der Radfahrer, sicher nicht in der Mitte des Fahrstreifens, geht sich einfach Platztechnisch kaum aus, dann gibt es noch eine Sequenz, die zeigt wie ein Radfahrer der auf der Gegenrichtungsfahrbahn überholt wird (1:07), die kratzen gerade mal bei der Mittellinie an, wieviel Abstand wurde da eingehalten, Platz hätten sie gehabt weiter links vorbei zufahren, das zeigt doch, dass sich einige Autofahrer gar keine Gedanken machen, oder denkens da auch anders.

X22
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beharre nicht

ronin1234
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Reaktion

Kann passieren

melahide
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Als

Radfahrer nutze ich in Graz fast ausschließlich Radwege. Ich nehme dafür auch öfter mal „Umwege“ in Kauf. Wenn ich auf die Straße muss find ich Autofahrer Gemeingefährlich!

Als Autofahrer mag ich Radfahrer nicht. . Ich verstehe es zb nicht, warum jemand mit 10 km/h auf einer Haupstrasse dahinwackelt, wenn in der Nebenstraße ein Radweg existiert. Zb warum Fahrt jemand auf der Schönaugasse, wenn der Murradweg 2 Straßen weiter ist und überall die Möglichkeit bietet abzufahren? Oder warum man den Radweg nicht benutzen kann.

Auf lange Sicht muss man darüber diskutieren, ob zb das Konzept „Autofreie Stadt“ funktionieren könnte. Rad, E-Roller, E-Taxis, Öffis, Polizei, Rettung, Feuerwehr, ein paar Ausnahmen usw als einzige Quelle der Fortbewegung. Würde zumindest das Stauproblem lösen

karlrt2
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es fährt halt nicht jeder Radler 10 kmh

Beim Pendeln habe ich Durchschnittsgeschwindigkeiten von 20-30kmh (da ist auch das Ampelstehen dabei)

haraldk1969
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Schaltet endlich euer Hirn ein

Da ich das ganze Jahr sehr viel beruflich in Graz mit den Auto unterwegs bin, sehe ich immer wieder solche Radfahrer.
Es wäre sehr gut einmal eine Schulung für Radfahrer anzuordnen das sie einmal die STVO lernen würden.
In Österreich gibt es ein Rechtsfahrgebot und daran haben sie sich auch zu halten.
Bei Kreuzung vorfahren und dann den Verkehr aufhalten, damit der Autofahrer genötigt wird zum überholen , denn keinen Autofahrer interessiert es mit 20kmh nachzufahren.
Noch etwas liebe Radfahrer es gibt sehr gut ausgebaute Radwege ,
wie wär es einmal auch diese zu verwenden, und nicht immer die armen auf der Strasse zu spielen .Auch mit einen Rennrad kann man darauf fahren die Wege sind sehr gut gekehrt.
Schaltet einmal das Hirn ein .

Feja
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Über deine eigenen Wissenslücken, solltest mal auf der ÖAMTC Seite nachlesen.

Irrtum: „Ein Radfahrer muss immer äußerst rechts fahren, damit er gut überholt werden kann.“
Das Rechtsfahrgebot gilt auch für Radfahrer. Es muss dabei so weit rechts gefahren werden, wie es der Verkehr bzw. sonstige Hindernisse ohne eigene Gefährdung und ohne Beschädigung von Sachen erlauben. (§ 7 Abs 1 StVO) Art und Umfang der Gefährdung hängen von den Umständen ab. Das sind bei Radfahrern z.B. Straßenbelag, Schienen, Autotüren, Querverkehr, querende Fußgänger.

Nach der Rechtsprechung des Landesverwaltungsgerichts Wien ist die Einhaltung eines Abstands von 1,2 bis 1,8 m zu parkenden Fahrzeugen durchaus vertretbar und wird dadurch nicht gegen das Rechtsfahrgebot verstoßen.

Durch zu extremes Rechtsfahren könnten Autolenker auch zu gefährlichen Überholmanövern eingeladen werden!

Feja
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Weiters steht dort

Irrtum: „Das Vorschlängeln ist für Radfahrer verboten.“
Das „Vorschlängeln“ ist unter bestimmten Voraussetzungen erlaubt, und zwar
- wenn die Kolonne steht,
- wenn man sich vor einer Kreuzung, Straßenenge, Baustelle, Eisenbahnkreuzung oder Ähnlichem befindet,
- wenn ausreichend Platz zur Verfügung ist,
- wenn Abbieger nicht gefährdet oder behindert werden.

sivvv
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Fahre nur am Radweg

Ich fahre mit dem Rad nur auf dem Radweg, auf der Strasse nur wirklich notwendige Abschnitte. Ich glaube, es gibt zu viele Autofahrer, die eigentlich keinen Führerschein haben sollten. Allerdings beobachte ich auch am Radweg zunehmend rücksichtsloses Fahrverhalten beziehungsweise absolute Ahnungslosigkeit, wie man ein Fahrrad/E-Bike sicher für sich und andere fährt. Das fängt an bei Vorfahrtsregeln und endet bei zu hellen LED-Strahlern.

CIAO
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und warum wohl

sind soviele Radfahrer bei den meisten Autofahrern so unbeliebt?

Feja
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Ja warum wohl?

Weil der Autofahrer unter Umständen 3 Minuten später an sein Ziel kommt?

 
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