AccessControl ac = AccessControl.getAccessControl(request);

GrazSchmiedgasse: Sollen Radfahrer aus der Fußgängerzone verbannt werden?

Tempobolzen in der Fußgängerzone: Viele Wirte und Unternehmer wollen nicht länger zusehen. Wird die Gasse für Radler gesperrt?

Jetzt weiterlesen mit unserem Digitalabo

Gratis testen

    Ihr Testabo beinhaltet:

  • Alle Kleine Zeitung Plus Artikel
  • Tägliches E-Paper
  • Zugriff auf die Smartphone App
  • Test endet automatisch nach 4 Wochen
 Bis Herbst wird die neue FuZo gestaltet
Bis Herbst wird die neue FuZo gestaltet © Saria
 

Der Dauerbrenner erhält neuen Zündstoff: Seit Jahren wird über die Grazer Schmiedgasse diskutiert, seit Jahren ändert sich nichts – Radfahrer und Stadtflaneure befinden sich in der schmalen Fußgängerzone auf Kollisionskurs. Im Windschatten der Bagger aber, die derzeit zwecks Verlängerung der FuZo auffahren, pochen Unternehmer und Wirte in der Schmiedgasse mehr denn je auf eine Lösung.

Kommentare (17)

Kommentieren
jahcity
1
2
Lesenswert?

Es sollten

auch die Lieferwägen u Zustelldienste mit hineingenommen werden! Manche sind viel zu schnell unterwegs.

Antworten
wabra149a
1
3
Lesenswert?

Raubergasse und Neutorgasse

könnten, mit attraktiv ausgebauten Radwegen, die Schmiedgasse durchaus entlasten, aber nicht ersetzen. Dazu wäre aber auch ein Radweg am Joanneumring notwendig. 19,3 % aller Wege werden in Graz bereits mit dem Fahrrad zurückgelegt, das Potential liegt nach Ansicht aller Experten bei 30-40 %. Die Devise lautet also: dringend umdenken, KFZ-Flächen umwandeln und massiv in Radinfrastruktur investieren! Ein Radfahrverbot in der Schmiedgasse ist daher das falsche Signal.

Antworten
mbretter
0
2
Lesenswert?

Was sollen die 3 Antwortmöglichkeit

Antwort 2 = Antwort 3
In Fußgängerzonen gilt sowieso Schrittgeschwindigkeit.

Antworten
fragment
3
3
Lesenswert?

Schmiedgasse

.../Stubenberggasse : Spießrutenlauf für Fußgänger, Radfahrer fahren zu schnell und kreuz und quer, und ohne Schauen um die Ecken! Schieben wäre die Lösung, aber das wird in der Herrengasse ja auch weder eingehalten noch kontrolliert!

Antworten
checker43
14
14
Lesenswert?

Die Schmiedgasse

ist nach wie vor eine Verkehrsfläche und keine Verkaufsfläche. Nicht die Radfahrer behindern die Gastgärten und Verkaufsflächen, sondern umgekehrt. Ich würde mich als Wirt und Geschäftsinhaber deshalb da nicht zu weit hinauslehnen, sonst könnte jemand auf die Idee kommen, im Gesetz nachzuschauen und Gastgärten und Verkaufsflächen zurückzustutzen.

Antworten
paulrandig
1
10
Lesenswert?

checker43

Man stelle sich vor: Die Schmidgasse als Autostraße, die Fußgänger ganz am Rand. Das war nicht mehr zeitgemäß, also Fußgängerzone.
Plötzlich ganz viel Platz. Und zwar für Radfahrer UND Fußgänger.
Ist der ganze Straßenquerschnitt frei, ergibt sich von selbst eine Hierarchie mit den langsamsten am Rand: Schaufensterbummler, Ein- und Austretende, die durch Türen gehen, Fußgänger etwa zwei Meter von den Hauwänden entfernt und Radfahrer in der Mitte. Idealerweise - und die meisten hielten sich ja daran - erhöhte man die Aufmerksamkeit, wenn man "seine" Zone verließ, wenn man also als Fußgänger die Straßenseite wechseln oder als Radler an den Rand zufahren wollte.
Aber dann - wenn eh so viel Platz ist, können wir ja jetzt Ständer rausstellen. Und Tische und Sessel, bleibt eh dazwischen Platz genug. Und plötzlich gibt's Probleme...

Antworten
gerbur
0
4
Lesenswert?

@checker43

Naja, so unrecht haben Sie ja nicht! Aber um ein wenig die hitziger werdenden Debatte abzukühlen, hier ein Zitat von Peter Rosegger (übernommen aus dem graz.radln.net):
„Das Vorrecht des Rades ist zur Tyrannei geworden, es trägt alle Kennzeichen des Despotismus an der Stirne (...)
oder an anderer Stelle:
" Das Automobil ist die brutalste, das Reitrad die tückischste dieser Gefahren. Hier wie dort maßt sich der einzelne an, mir nicht nur, wie es das Fahren längst mit sich brachte, den Weg vorzuschreiben, sondern mich zur demüthigen Flucht, zum furchtsamen Rennen, zur äußersten Kraftanstrengung des Gepeinigten zu verurtheilen."

Auf besagter Internetseite gibt es noch viel mehr zum Thema! Absolut lesenswert!

Antworten
gerbur
1
22
Lesenswert?

Bin selbst Viel- Radler,

aber in einer Fußgängerzone sollten Fußgänger uneingeschränkt Vorrang genießen und wenn das soweit geht, dass Radler absteigen müssen, wenn es die Situation erfordert. Es ist z.B. in dieser Gasse nicht unproblematisch mit Kleinkindern, die bereits selber laufen oder mit einem Laufrad oder Ähnlichem unterwegs sind, zu spazieren. Über kurz oder lang wird man aber eine Trennung herbeiführen müssen, wenn der Boom bei den Radlern und den Tretrollerfahrern anhält. Wer Verkehrsflächen opfern wird müssen, ist aber eh schon fast jedem klar, es sind die Autofahrer. Reduktion der Parkplätze, Maut und Ausbau des öffentlichen Verkehrs schaffen Platz für die benötigten Radwege. Dann hat auch der Fußgänger wieder eine "Überlebenchance"

Antworten
Lili2203
15
13
Lesenswert?

Kennzeichenpflicht für Fahrräder und Versicherungspflicht!!!

Das würde Sinn machen und viele von abenteuerlichen Monövern abhalten.

Antworten
gRADsFan
4
22
Lesenswert?

Alternativ könnte man ja die Raubergasse exklusiv als Radweg gestalten ...

Das Grundproblem liegt ja darin, dass der Autoverkehr so viel Fläche benötigt, dass Fußgänger und Radfahrer meist zusammengepfercht werden - dort entstehen dann halt leider Konflikte

Antworten
wabra149a
1
2
Lesenswert?

Raubergasse und Neutorgasse

könnten, wenn sie als Radroute attraktiv ausgebaut werden, die Schmiedgasse durchaus entlasten. Dazu wäre auch ein Radweg am Joanneumring notwendig. Ein Radfahrverbot in der Schmiedgasse ist aber das falsche Signal.

Antworten
paulrandig
1
17
Lesenswert?

5km/h?

Ich kenne Radler, die bei diesem Tempo dreimal so viel Platz brauchen, weil sie ganz böse schwanken. Tempolimit schön und gut, auch Kontrolle schön und gut, aber Radfahrer zwingen, unsicher zu fahren ist auch nicht das Gelbe vom Ei. 5km/h kann man auch gleich zu Fuß gehen und dabei das Rad schieben. Dabei braucht man aber auch wieder mehr Platz, und genau der ist Mangelware.
Würden Radler zuverlässig die 10 km/h nicht überschreiten und das auch kontrolliert, wäre das im Sinne der Attraktivität des Rades, der Sicherheit und des Platzbedarfs sicher der beste Kompromiss.

Antworten
helga.zuschrott
1
15
Lesenswert?

5km/h sind echt absurd!

Kann nur jemandem einfallen, der kein radler ist!

Antworten
mbretter
0
8
Lesenswert?

Das ist nur die Schrittgeschwindigkeit laut StVO

Die gilt auch für die Autos. Möchte wissen, ob schon jemals ein Lieferant oder auch die Polizeiautos das eingehalten haben. Sicher nicht.
In jeder Wohnstraße gilt das.
Bitte einmal dort diese Anzeigetafeln aufstellen.
Aber das wird nicht gemacht, dann da müsste man somanchen Führerschein abhnehmen.

Antworten
paulrandig
2
1
Lesenswert?

mbretter

In jeder Wohnstraße gilt das? Echt?
Juchui! Heißt das, ich kann alle Eltern anzeigen, die mir unsympathisch sind, weil ihre Kinder garantiert zu schnell radfahren? Ich kenne kein einziges Kind, das langsamer als 5km/h radfahren kann.

Antworten
mbretter
1
0
Lesenswert?

§76b StVO

(3) Die Lenker von Fahrzeugen in Wohnstraßen dürfen Fußgänger und Radfahrer nicht behindern oder gefährden, haben von ortsgebundenen Gegenständen oder Einrichtungen einen der Verkehrssicherheit entsprechenden seitlichen Abstand einzuhalten und dürfen nur mit Schrittgeschwindigkeit fahren. Beim Ausfahren aus einer Wohnstraße ist dem außerhalb der Wohnstraße fließenden Verkehr Vorrang zu geben.

Das gilt anscheinend nicht für Radfahrer.

Antworten
paulrandig
0
1
Lesenswert?

mbretter

Hm, ich nehme doch an, dass Radfahrer ebenso "Lenker von Fahrzeugen" sind. Sonst würde doch das Limit in Fußgängerzonen auch nicht für Radfahrer gelten. Ebensowenig die restlichen Verkehrsregeln. Außerdem müsste es sonst "...von Kraftfahrzeugen" heißen.

Antworten