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Graz – laut gedachtFahrverbote würden beim Feinstaub nichts ändern? Ein Faktencheck

In der ersten Podcast-Folge sind einige Aussagen gefallen, deren Wahrheitsgehalt viele Hörer angezweifelt haben. Wir haben den Faktencheck gemacht.

© Robert Bretiler
 

In der ersten Episode des neuen Podcast Graz – laut gedacht haben die Schauspielerin Pia Hierzegger und Vizebürgermeister Mario Eustacchio (FPÖ) über  Fahrverbote, das Ordnungsbedürfnis der Grazer, Cannabis und vieles mehr diskutiert.

Bei einigen Aussagen haben uns Hörer um genauere Aufklärung gebeten, darum haben wir den Faktencheck zu Drogen, Feinstaub, Augarten und Co. gemacht. 

Hier das Gespräch zum Nachhören: 

Begegnungszone

Die Begegnungszone am Sonnenfelsplatz hat an der Situation dort wenig bis gar nichts geändert.

Mario Eustacchio

Über das Thema haben wir schon 2015 berichtet. Die Zahl der Unfälle ist zunächst zwar nur leicht zurückgegangen, aber vor allem schwächere Verkehrsteilnehmer sind stärker geschützt, stellte das Kuratorium für Verkehrssicherheit damals fest. Betrachtet man neuere Daten, haben sich die Unfallzahlen seit 2011 sogar halbiert. In den drei Jahren nach dem Umbau gab es vier Unfälle mit Personenschaden – im gleichen Zeitraum davor waren es elf.

Feinstaub

Durch Fahrverbote würde sich beim Feinstaub nichts ändern, selbst wenn alle Fahrzeuge stehen bleiben würden, ändert sich nichts.

Mario Eustacchio

Im Frühjahr 2018 wurde zum Grazer Feinstaub eine Studie präsentiert. „Der Autoverkehr spielt bei Feinstaub mit vier Prozent nur eine untergeordnete Rolle“, lautete die Interpretation von Bürgermeister Siegfried Nagl. Das Problem dabei: Die vier Prozent beziehen sich rein auf die Feinstaubbelastung, die aus dem Auspuff kommt. Alle sekundären Verkehrseffekte ließ Nagl weg wie Abrieb, Aufwirbelung und die Bildung von Ammoniumsalzen. Realistischerweise dürfte der Anteil des Autoverkehrs am Feinstaub bei etwa bei 34 Prozent liegen.

Augarten

Wenn dann diese Bucht kommt, fällt im Augarten wieder ein Stück öffentlicher Raum weg.

Pia Hierzegger

Hier gehen die Meinungen auseinander: Während die Gegner davon reden, dass durch die Bucht 6000 Quadratmeter Parkfläche verloren gingen, widersprechen hier ÖVP und FPÖ massiv. Die Fläche gehe nicht verloren, sondern wird nur neu gestaltet und bleibt weiterhin Grünraum.

Zur von Pia Hierzegger Kritik an Räumen mit Konsumzwang kann man noch nicht viel sagen, an einem Gastro-Konzept wird derzeit noch gearbeitet. 

Harte Drogen

In Grazer Parks wird hauptsächlich mit Cannabis gedealt.

Pia Hierzegger

Diese Aussage fiel bei der Diskussion, ob eine Legalisierung den Schwarzmarkt eindämmen könnte, Eustacchio verneinte strikt. Laut dem Leiter des Grazer Kriminalreferats Gerhard Lachomsek, gibt es am Grazer Markt zwar regen Handel, jedoch fast nur Cannabis.

 

 

 

 

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