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AufrufSanierung dringend nötig: "Mariahilf braucht Hilfe"

Der Minoritensaal, das Kloster und der Kreuzgang müssen dringend saniert werden. Kuratorium ersucht um Unterstützung.

Pater Tomasz Zegan, Peter Grabner (Bauabteilung Diözese Graz-Seckau) und Hans Sünkel (Vorsitzender des Kuratoriums) im dringend renovierungsbedürftigen Minoritensaal
Pater Tomasz Zegan, Peter Grabner (Bauabteilung Diözese Graz-Seckau) und Hans Sünkel (Vorsitzender des Kuratoriums) im dringend renovierungsbedürftigen Minoritensaal © Erwin Scheriau
 

Im Grunde hat sich nicht viel verändert: Als Rektor der TU Graz machte sich Hans Sünkel einst für finanzielle Unterstützung für die Hochschulen stark - nun tritt Sünkel für finanzielle Hilfe für den Baukomplex rund um die Mariahilferkirche ein. Als Vorsitzender jenes Kuratoriums, das sich um die Rettung des Grazer Minoritensaales, des Minoritenklosters und des Kreuzganges bemüht.

Minoritenorden in Graz

Seit dem 14. Jahrhundert gibt es Minoriten in Graz. Sie sind ein Reformorden, der aus den Franziskanern hervorgegangen ist. Noch heute wird das Pfarrgebiet rund um die Grazer Mariahilferkirche von vier Patres betreut.

Der Baukomplex selbst besteht heute aus der Mariahilferkirche, dem Kloster samt Kreuzgang, drei Veranstaltungsälen, darunter der Große Minoritensaal in Barockstil, und das Kulturzentrum bei den Minoriten, dessen Träger die Diözese Graz-Seckau ist.

„Eine Sanierung ist dringend notwendig“, bestätigt Pater Tomasz Zegan. Der Zahn der Zeit habe ordentlich am Ensemble genagt. Bei einem Rundgang zeigt er auf Risse an den Fresken im Großen Minoritensaal. „Darunter liegt eine Holzdecke, die arbeitet“, erklärt Friedrich Bouvier. Das Mitglied des Kuratoriums machte sich ja viele Jahre lang als Landeskonservator einen Namen.

Doch auch die Bausubstanz beim Kreuzgang müsse dringend erneuert werden. Im Zuge der Arbeiten soll außerdem der Hof nach unten gesenkt werden und künftig ohne Autos auskommen. Und: Der Bereich der Minoriten soll stärker als bisher „eine attraktive Achse“ zwischen Innenstadt und Lend darstellen.

Um dies zu schaffen und diesen Teil des Grazer Weltkulturerbes zu retten, werde man rund sechs Millionen Euro benötigen. Man hoffe auf Hilfe durch die öffentliche Hand - aber auch durch Sponsoren und Private.

Kommentare (2)

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walter1955
1
4
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einfach

die Kirchensteuer nicht nach Rom abliefern
od. ein "geerbtes Grundstück" verkaufen

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calcit
1
0
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Erstens wird die Kirchensteuer nicht nach Rom abgeführt...

...das ist eine rein österreichische Angelegenheit und zweites geht diese Kirchensteuer defakto für Personalkosten drauf. Was sogenannte „geerbte Grundstücke“ betreffen, welche meinen sie da genau? Was wollen sie mit den Anführungszeichen den genau ausdrücken oder unterstellen? Ein Kloster ist grundsätzlich eine eigene Wirtschaftseinheit, die bekommen so viel zu ich weiss gar nichts von der Kirchensteuer sondern müssen mit ihrem Vermögen bzw. Grundbesitz wirtschaften - soferne sie überhaupt etwas haben.

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