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Gleichenfeier

Dieser Grazer Neubau erregte heute Aufsehen

Dem Science Tower wurde heute die Krone aufgesetzt. Die Bauherren sprechen vom "innovativsten Gebäude" Österreichs. Aber was steckt wirklich dahinter?

© Foto Fischer
 

Es ist laut seinem Bauherrn Hans Höllwart ein Bauwerk, das nie fertig sein wird, weil er sich immer wieder neueren Technologien öffnet: Der Science Tower, ein neues, 60 Meter hohes Wahrzeichen nahe der Helmut List Halle, erlebte heute Mittag seine Gleichenfeier.

Und zwar mit einem spektakulären Drahtseilakt – im wahrsten Sinne des Wortes: Ein 500-Tonnen-Kran hievte ein mehr als 50 Tonnen schweres Eisengeflecht quasi wie eine Krone auf die Spitze des Rohbaus – bei den starken Windböen vom Freitag war das kein unproblematisches Unterfangen.

Der Bürgermeister als Fan

Bürgermeister Siegfried Nagl bekannte dann auch, sich schon so auf die Fertigstellung des energieeffizienten, ressourcenschonenden und emissionsarmen Stadtteils mit höchster Lebensqualität zu freuen: „Wir werden den 2.000 bis 3.000 Bewohnern der Smart City Graz tolle Voraussetzungen zum Wohlfühlen schaffen. Und der Science Tower mit seinen hochtechnologischen Innovationen zeigt sich jetzt als Bauwerk, dem mit dem Einzug der Wissenschaft bald Leben eingehaucht wird!“

Foto Fischer
Foto © Foto Fischer

Der Bauherr und SFL-Eigentümer Höllwart betonte, dass der nunmehr in die Höhe fertig gewachsene Science Tower „das mit Abstand innovativste Gebäude in ganz Österreich, vermutlich sogar in ganz Europa“ sein werde. Die Fertigstellung Ende dieses Jahres sei eine Zwischenstation, danach werde es eine ständige Weiterentwicklung geben.

Erste technische Details

Prokurist Mario Müller gab dann erste technische Details des Turmes preis, das nicht nur von innovativen Firmen benutzt, sondern auch selbst voll zukunftsweisender Technogien sein werde: „Der Science Tower ist ein Produkt der Wissenschaft, das neues Wissen generieren wird!“ Die 17 Etagen werden unter anderem durch den Einsatz von speziellem Energieglas zur Gewinnung, Speicherung und Einkoppelung von Energie ins Netz genutzt, im 13. Stockwerk werden sogar dank ausgeklügelter Lichttechnologie pflanzliche Lebensmittel produziert, und die effiziente Speicherung von im Sommer gewonnener Energie werde im Winter dazu genutzt, um den Platz rund um den Turm eisfrei zu halten.

Foto Fischer
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Detail am Rande: Sogar die bei der Abwärtsbewegung des Liftes entstehende Energie wird rückgewonnen. Weitere Highlights werden steirische CVG-Gläser, die besonders dünn, leicht und extrem bruchfest sind, und ein Urban-Gardening-Bereich am Dach des spektakulären Gebäudes sein.

List Halle war Startschuss

Architekt Markus Pernthaler, ebenfalls eine der Triebfedern des Projektes "Smart City Graz", bezeichnete den Science Tower als zweiten Meilenstein bei der Transformation einer einstigen Industriebrache zu einem nachhaltigen Stadtteil: „Begonnen hat es mit der Helmut List Halle, die Kunst und Wissenschaft in diesen Bereich gebracht hat!“

Kommentare (7)

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Efried
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Kein gutes Konzept

Diese Fraktion setzt auf eine gepushte Vermarktung einer Industriebrache und einer Nicht Wohngegend. Vermutlich wird das organische Wachstum in der Stadt, das nebenher glücklicherweise auch passiert, diese Planspiele weniger erfolgreich machen als geplant. Grundstück Spekulationen nützen der Bevölkerung nicht.

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baldasar
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Top

Typisch nagel,zuerst bauen wir und dann überlegen wir ein Verkehrskonzept ...dann werden dieselbusse gekauft anstatt strassenbahnen die mit Ökostrom betrieben werden..

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Strassenbahnausbau
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Wenn es nach Nagl ginge bauetn wir überall hin vierspurige Straßen und gar keine Tram. Wenn die Straßen dann verstopft sind, kommt halt nich ein Tunnel drunter. Und die Lebensqualität der Menschen an solchen HV-Straßen ist egal...

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Strassenbahnausbau
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Jetzt wird es höchste Zeit, dass der Grazer Gemeinderat buchstäblich die Weichen für die Straßenbahnverlängerung zur "smart Citx" stellt!

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Strassenbahnausbau
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smart City sollte das natürlich heißen

zur Erklärung: Laut Plan soll die Linie 6 bis Ende 2019 von der Asperngasse zur Peter-Tunner-Gasse verlängert werden. Einen konkreten Beschluss dazu gibt es meines Wissens bislang ebensowenig, wie Klarheit über die Finanzierung.

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wolke54
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Fehlendes Verkehrskonzept Waagner Biro Straße/Peter Tunner Gasse

Es weiß auch niemand, wie sich der dort der Individualverkehr entwickeln wird.
Verkehrskonzept ist mir keines bekannt.
Anrainer diverser Nebenstraßen haben schon seit 2010, z.B. eine Wohnstraße urgiert. 53 bzw. 88% Zustimmung der Bevölkerung sind dem Verkehrsstadtrat(oder doch Straßenamtsleiter) zuwenig "demokratisch".
Es werden dort viele Hunderte Wohnungen errichtet. Ein Bekenntnis einer Straßenbahnlinie(6) gibt es, mehr nicht. Und, das dann dort alle mit der Bim fahren, glaubt auch keiner. Die Straßen sind bereits jetzt überfüllt und am Limit!Die "Wohnstraßen" werden als Schleichwege herhalten müssen. Die Lebensqualität verschlechtern! Ich hoffe, dass so die Zukunft nicht ausschauen wird!

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Strassenbahnausbau
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Niemand spricht davon, dass "alle" Straßenbahn fahren. Es wäre aber schon ein wesentlicher Schritt, wenn der Anteil des motorisierten Individualverkehrs gegenüber dem Grazer Durchschnitt von fast 47% reduziert wird auf z.B. 30-35%. Das geht aber nur mit hochwertiger Infrastrukur. Straßenbahn direkt in die City, Radwege, evtl. S-Bahnstation Peter-Tunner-Gasse und/oder Gösting, kurze Wege zu Nahversorgern (kein Auto zum Einkaufen notwendig), kurze Wege zur Schule (keine Elterntaxis)

Sie haben Recht: Bislang hat die Stadt da nicht wirklich viel zustande gebracht!

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