Philipp Pointner ist als Neos-Spitzenkandidat für die Graz-Wahl am 28. Juni gesetzt. Der aktuelle Fraktionsführer im Gemeinderat ist der einzige, der sich um den Listenplatz eins beworben hat. Ab Listenplatz zwei ist aber alles offen – auch dank des internen Verfahrens, wie die Neos ihre Liste erstellen. Denn bewerben konnte sich jede und jeder und im ersten Schritt konnten auch alle Grazerinnen und Grazer mit abstimmen.
Spannung herrscht auch deshalb, weil es einen prominenten „Überläufer“ gibt, der sich der internen Neos-Wahl stellt: Alexis Pascuttini, Noch-Klubchef des KFG. Und nach der ersten Abstimmung stehen seine Chancen auf ein pinkes Mandat gut: Pascuttini hat die erste Abstimmung mit 1236 Punkten gewonnen, knapp von Ralph Kranner (1231). Neos-Gemeinderätin Sabine Reininghaus kam nur auf 366 Punkte und Platz elf. Das detaillierte Ergebnis gibt es auf der Neos-Homepage. Aktuell haben die Neos zwei Mandate, die Umfragen legen Stand jetzt einen Zuwachs auf drei oder vier Mandate nahe.
Neos-Parteivorstand und Mitglieder müssen noch die Liste fixieren
Entschieden ist für die Neos-Liste aber noch nichts, denn diese offene Abstimmung wird nur mit einem Drittel gewichtet. Das zweite Drittel kommt am Mittwochabend, wenn der Landes- und Bundesparteivorstand seine Stimmen abgibt. Dort wird auch nach parteistrategischen Entscheidungen gewichtet, indem man beispielsweise darauf schaut, dass nicht lauter Männer auf den vorderen Listenplätzen stehen (es gibt kein verpflichtendes Reißverschlusssystem wie bei anderen Parteien). Auch die Kandidatur von Pascuttini kommt nicht bei allen in der Parteiführung gleich gut an.
Den Schlusspunkt setzen dann diesen Samstag die Grazer Neos-Mitglieder. Ihre Stimmen sind das dritte Drittel – erst dann steht die endgültige Listenreihung fest.
Dann fehlen nur mehr die ÖVP und die KFG, die ihre Listen für die Graz-Wahl noch schnüren müssen. Die Listenersten stehen mit Kurt Hohensinner sowie Claudia Schönbacher fest, der Rest noch nicht.