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Ein großes Herz für Europa

Philipp Depisch wurde in einer Industriellenfamilie groß. Er zieht die Politik der Wirtschaft vor und gründete die "Initiative Pro Mitteleuropa".

 

Sein Nachname lässt viele aufhorchen, ist doch die oststeirische Industriellenfamilie Depisch in der Rohstoffbranche ein Begriff. Philipp Depisch (34) hat einige Zeit in der DCM-Decometal-Gruppe mitgearbeitet, doch ihn zieht es mehr in die Politik als in die Wirtschaft.

Der studierte Politikwissenschaftler und Historiker hat die überparteiliche "Initiative Pro Mitteleuropa" gegründet und steht ihr als Präsident vor.

Die Initiative will auf internationaler Ebene maßgebliche Persönlichkeiten zusammenbringen und mit ihnen "einen Teil zur Entwicklung des Europagedankens beitragen". 2012 etwa gab es eine Konferenz zum Thema mitteleuropäisch-russische Beziehungen in Wien mit 100 Teilnehmern aus 14 Nationen, heuer gab es in Wien eine noch größere Konferenz zum Thema Energiepolitik.

Diesem Thema widmet sich am 10. Oktober ein weiterer Kongress in der Stadthalle Fürstenfeld. 80 Menschen arbeiten in den Ländern Italien, Slowenien, Ungarn, Slowakei und Österreich auf freiwilliger Basis mit, der Österreich-Ableger der Initiative nennt sich "Ausseer Kreis". Als Motivation für sein Engagement nennt Philipp Depisch persönliche Erfahrungen: "Zwei allernächste Verwandte von mir sind einst in Konflikten in Kuwait und Tschetschenien als Geiseln genommen worden, da wurde mir klar, ich möchte einen Beitrag für ein friedliches Miteinander leisten."

Abseits seiner Tätigkeit bei der Initiative bezeichnet sich Depisch als "im internationalen Handel tätiger Freiberufler". Und privat treibt der in Fürstenfeld aufgewachsene und in einer fixen Beziehung lebende Europa-Freund gerne Sport.