Seine Debütsingle „New Dawn“ im Mai des Vorjahres war – der Titel lässt es erahnen – englischsprachig. Im August legte Jo Nara, wie sich Johannes Holzinger als Künstler nennt, mit „Gspüht‘s Gfüh“ im Dialekt nach. Und auch sein neuestes Werk „Graubereich“, veröffentlicht am heutigen Freitag, ist ein Mundart-Song.
Holzinger beschreibt diesen als einen musikalischen Gegenentwurf zu einer Zeit der Verhärtung. „Die Wahrheit liegt im Graubereich“, singt er als Antwort auf sich zuspitzende Fronten und einander ablösende Krisen und appelliert, den Mut nicht zu verlieren und Verantwortung für eine gemeinsame, lebenswerte Zukunft zu übernehmen.
Köpfe-nominierter Künstler
Einem breiteren Publikum bekannt wurde Holzinger, der in einer musikalischen Familie in Liezen aufgewachsen ist, durch seine Teilnahme an „The Voice of Germany“ vor über zehn Jahren. In der Castingshow stieß er bis in die dritte Phase, die sogenannten Knockouts, vor. Seit mehreren Jahren steht er als Background-Vocalist mit Pizzera & Jaus auf der Bühne.
Vor einem Dreivierteljahr entschloss er sich trotz erfolgreichen Marketingsjobs alles auf die Karte Musik zu setzen und startete seine Solokarriere. Seitdem entwickelt sich Jo Nara kontinuierlich zu einer eigenständigen Stimme im heimischen Alternative Pop. Eine Entwicklung, die auch der Kleinen Zeitung nicht verborgen blieb. Bei der letzten Wahl zu den „Köpfen des Jahres“ war Holzinger in der Obersteiermark in der Kategorie „Entertainment“ nominiert.