Die Peildaten des Halsbandsenders zeigen es: Ein im Frühjahr in Italien ausgesetztes Luchs-Weibchen hat die Steiermark erreicht.

Ein weiteres in Italien freigelassenes Weibchen befindet sich in Kärnten, nördlich von Villach. An der Grenze zwischen Slowenien und Österreich verbringen zwei weitere Männchen abwechselnd Zeit auf der slowenischen und auf der österreichischen Seite. Eines der Männchen wurde dieses Jahr in Slowenien freigelassen, das andere in Italien.

Jägerschaft liefert Luchs-Monitoring

Das Luchsmonitoring übernimmt die steirische Landesjägerschaft, die aktuelle Zahlen liefert. Landesjägermeister Franz Mayr-Melnhof-Saurau: "Die internationale Zusammenarbeit zum Thema Luchs ist enorm wichtig. Die Jagd ist Leistungsträger im Naturschutz und daher gerne Informations- und Kooperationspartner auch beim Luchs. Andere mögen vielleicht lauter sein als wir, die Jägerschaft ist jedoch die einzige Organisation, die mit einem flächendeckenden Netz von behördlich geprüften Personen ein aussagekräftiges Monitoring zu einzelnen Wildarten leisten kann. Das gilt auch für den Luchs."

Kooperation zwischen Slowenien und der Steiermark

Am 17. März unterzeichnete der Landesjägermeister im Rahmen einer internationalen Luchstagung in Slowenien einen Kooperationsvertrag mit Slowenien. Im Rahmen dieser Kooperation zwischen Slowenien und der Steiermark gibt es seither einen intensiven Erfahrungsaustausch zum Thema Luchs.

Historisch läuft das Projekt in Slowenien bereits länger: 1973 brachten Jäger und Förster erste Luchse in die slowenischen Wälder. Seither ist es gelungen, stabile Populationen zu etablieren - durch die aktive Mithilfe der Jagd. Deshalb wurde 2017 das LIFE-Projekt "Lynx" ins Leben gerufen. Im Rahmen des Projekts wurden der ursprünglich kleinen, isolierten und extrem durch Inzucht geprägten Population in Slowenien durch Aussetzungen zusätzliche, gesunde Tiere aus einer anderen Population zugeführt.