So viel Geld gibt'sÖlheizung ade: Rekord-Nachfrage nach Umstiegs-Förderung

In der Steiermark wurden heuer schon um 54 Prozent mehr Förderungs-Anträge als im Vorjahr gestellt. SPÖ-Umweltlandesrätin drängt Bund auf mehr Hilfe für einkommensschwache Haushalte.

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© KLZ/Weichselbraun
 

Rund 100.000 Ölheizungen und 60.000 Gas-Heizungen tun in steirischen Haushalten noch ihren Wärme-Dienst. Im Hinblick auf die Klimaziele fördern Bund und Land parallel den Umstieg von fossilen Brennkesseln auf Biomasseheizungen, Wärmepumpen oder Fernwärme. Und mit 3899 Landesförderungsanträgen (um 54 Prozent mehr als im Vergleich 2020) wurde in den ersten neun Monaten 2021 ein Anfrage-Rekord erzielt, sagt Umweltlandesrätin Ursula Lackner (SPÖ).

Kommentare (4)
stprei
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Einkommen

Einkommensschwach: Wer ein Einfamilienhaus hat, ist eher nicht einkommensschwach. Hier muss man aufpassen, dass man nicht überfördert.

Die Standards sind ziemlich hoch und erfordern oft massive Umbauarbeiten, die gerade jetzt einfach nur teuer sind. Das klassische 80er-Jahre EFH kann man nicht so einfach auf Wärmepumpe umstellen, da man auch von Radiatoren auf Fußboden/Wandheizung umstellen muss, um die Förderkriterien zu schaffen. Niedertemperatur-Radiatoren sind kaum verbreitet.

Fazit: Da muss man richtig Geld in die Hand nehmen, alles auf einmal geht fast nur mit Finanzierung.

PoetschSt
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Hürden

Für Wärmepumpen hat man viele Hürden eingebaut: Müssten Autos so leise sein wie Wärmepumpen, gäbe es nicht einmal Elektroautos. Dazu kommt der Vorrang für "Gasheizungen" (Fernwärme in Graz), unrealistische Vorlauftemperaturen und Förderreduktion bei dem mehrheitlich verwendeten Kältemittel.

smarty
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na super!

Wenn man als braver und umweltbewusster Bürger im Frühjahr tauschte war man mal wieder der blöde! Jetzt wurde die Förderung des Bundes erhöht. Ist schon wie bei den Impfungen! Lange genug warten, dann nimmt man noch bei einer Tombola teil! Bekommen alle vom Frühjahr jetzt auch noch die Differenz nach bezahlt?

stprei
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Umgesetzt

Die Bundesförderung kann man rückwirkend für Anlagen ab 01.01.2021 beantragen, soweit ich das gesehen habe.

Die 7.500 sind halt bei Wärmepumpen ein Schmäh, weil wegen der eingesetzten Kältemittel im Privatbereich bekommt man immer 20% weniger.

Aber auch die vorher bezahlten 4/5.000 waren in Ordnung.