CoronafolgenNachhilfe-Institute klagen über Rückgang

Der Nachzapf entfällt heuer für viele Schüler aufgrund gelockerter Corona-Aufstiegsregeln – zum Leidwesen mancher Nachhilfeinstitute.

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Nachhilfe © De Visu - stock.adobe.com
 

Am 13. September öffnen die Schulen wieder ihre Türen. Der große Andrang auf Nachhilfeinstitute bleibt heuer aber aus. „Es haben sich diesen Sommer bisher 20 bis 25 Prozent weniger Nachhilfeschülerinnen und -schüler angemeldet als 2020“, sagt Gerald Still, Leiter des Nachhilfeinstituts „Schülerhilfe“ in Deutschlandsberg und Leibnitz.

Dass Schüler coronabedingt mit einem „Nicht Genügend“ in die nächste Klasse aufsteigen dürfen, sei laut Still ein wesentlicher Faktor. Diese Regel galt auch schon im Vorjahr. 2020 waren es 5,6 Prozent an steirischen Schülerinnen und Schülern, die mit einem Fleck im Zeugnis aufsteigen durften, 2021 sind es - laut Bildungsdirektion Steiermark - bereits 7,2 Prozent. 2019 waren es noch 2,8 Prozent.

Ein weiterer Grund: „Durch die Krise müssen mehr Familien aus finanziellen Gründen auf Nachhilfe verzichten“, so Still. Das bestätigt auch Klaus Wieser, Leiter der Schülerhilfe-Standorte Graz-Andritz, Jakominiplatz und Moserhofgasse. „Hinzu kommt die Unsicherheit, wie es im Herbst an den Schulen weitergeht.“

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