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Mit Abstand betrachtetBrauchen wir noch Hörsäle an den Unis?

Eine sommerliche Interview-Serie mit Menschen an Brennpunkten unseres Landes nach einem Halbjahr im Corona-Modus. Die Rektoren Martin Polaschek (Uni Graz) und Harald Kainz (TU Graz) zu Chancen und Gefahren der Digitalisierung.

Die Rektoren Harald Kainz (TU Graz) und Martin Polaschek (Uni Graz) im Sommergespräch vor der TU Graz © Ballguide/Pajman
 

Corona hat alle die Bildungsinstitutionen dramatisch bewegt. Anders als bei den Schulen gab es bei den Unis schon Vorarbeiten. Ihr Resümee?
Martin Polaschek: Wir hatten schon Erfahrung und waren daran, vermehrt Anteile von „Distance Learning“ ins Studium zu bringen, insbesondere im Masterbereich und berufsbegleitend. Dass wir binnen einer Woche 5000 Lehrveranstaltungen umstellen mussten, darauf waren wir aber nicht vorbereitet.
Harald Kainz: Wir haben uns vor zwei Jahren ein Digitalisierungsprogramm gegeben, und unseren Unis ist es gelungen, dafür gleich viel Geld nach Graz zu holen wie die Wiener Unis.

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zweigerl
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Hörsaalvorlesungen?

Ist der Herr P. nun eigentlich der Uni-Rektor oder ein erstsemestriger Student? Jung sieht er aus. Nicht wie die alten Magnifizenzen, als noch die Alma mater wirklich ein Hörsaalunternehmen war mit Schlussgeklopfe und akademischen Riten sonder Zahl. Heute sitzen die Studis ja doch nur mit aufgeklapptem Laptop im "Saal" und schauen Files, zu meiner Zeit war der reelle Vorlesungsbesuch bereits nur eine Frage fehlender Scripten für die Prüfung. Der charismatische Vortragende? Den gibt es nicht mehr in Zeiten des verklausulierten Englischsprechs mit weitgehendem Dialogverzicht.