Ihr Schicksal ging vielen unter die Haut: Im Mai bat „Steirer helfen Steirern“, die große Hilfsaktion der Leser der Kleinen Zeitung, um Hilfe für Christian und Markus. Sie erinnern sich: Die 28-jährigen Zwillinge leiden am sogenannten NBIA-Syndrom – ein Gendefekt führt zu mikrofeinen Eisenablagerungen im Gehirn, das wirkt sich massiv auf den ganzen Körper aus. Die Brüder sitzen seit mehreren Jahren im Rollstuhl, können nicht mehr sprechen, nicht mehr selbstständig essen, müssen rundum versorgt werden – in erster Linie von ihrer Mutter.
Dringend gebraucht wurden eine finanzielle Unterstützung für eine Sanierung der Wohnung und zwei Pflegebetten. Mittlerweile sind die Arbeiten im Finale – danke all jenen, die das ermöglicht haben.
Und noch mehr ...
Im Rahmen unseres Aufrufs meldete sich nämlich eine ganze Reihe von Lesern, die kaum gebrauchtes Pflegeequipment zu Hause haben und es den Zwillingen zur Verfügung stellen wollten. Darunter auch ein Pflegebett, das eine Frau aus der Weststeiermark spenden wollte. Für die Brüder wurde dieses zwar nicht mehr gebraucht – doch eine Mitarbeiterin der Caritas machte „Steirer helfen Steirern“ auf eine Familie aufmerksam, die sie betreut: Eine 78-jährige Frau mit hoher Pflegestufe – sie wird von ihrem Sohn liebevoll versorgt – hätte dieses Bett dringend benötigt.
Die Weststeirerin zögerte nicht. Ihr Sohn war heuer im Alter von 27 Jahren gestorben, erzählt sie. Er war von einem Palliativteam betreut worden – gemeinsam hatte man das Pflegebett für ihn angeschafft. „Ich habe zuerst gedacht, ich borge mir eines aus“, erinnert sie sich, aber dann war für sie klar: „Er hat sich ein ganz neues verdient.“ Nach seinem Tod wollte sie es weiterschenken. „Aber nicht einfach so, ohne Sinn – ich dachte, wenn es jemanden gibt, der es brauchen kann, gebe ich es gerne her.“ So wie sie zwei Jahre zuvor von einer Freundin nach dem Tod von deren Sohn ein teures, mobiles Absauggerät bekommen hatte.
Inzwischen wurde das Bett bereits abgeholt – jemand von der Familie war gekommen, „schon die Übergabe war so nett“ – und steht nun in Graz. Wo sich Mutter und Sohn sehr freuen. Danke!