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In ein GetränkSteirerin soll schwangerer Schwester Psychopharmaka gegeben haben

Staatsanwaltschaft Graz bestätigt Zeitungsbericht. Gutachten ergab eine "therapeutische Dosis" eines Medikaments. Schwester streitet Vorwürfe ab.

Schwangee Frau
Die Frau brachte ein gesundes Kind zur Welt (Sujetbild) © pressmaster - stock.adobe.com
 

Eine Steirerin (37) steht im Verdacht, Mitte März ihrer hochschwangeren Schwester (35) einen Cocktail mit einem Neuroleptikum gegeben zu haben. Der werdenden Mutter sei später übel geworden, ihr Mann rief die Rettung. Die Staatsanwaltschaft Graz bestätigte am Montag der APA einen entsprechenden Bericht der "Kronen Zeitung". Die 37-Jährige stritt die Vorwürfe bisher ab, das Motiv ist nicht klar.

Die 35-Jährige stand Mitte März knapp einen Monat vor der Geburt, das wurde offenbar im Familienkreis gefeiert. Ihre Schwester gab ihr ein Glas mit Beerenfrüchten und Zitrone. Später musste sich die Frau ins Bett legen, ihr war übel. Sie verständigte ihren Ehemann, dieser wiederum die Rettung, welche die desorientiert wirkende Frau ins Spital brachte.

Im Krankenhaus kam der Verdacht auf, dass der Frau ein Medikament verabreicht worden sein könnte. Im Auftrag der Staatsanwaltschaft Graz - sie ermittelt wegen versuchter absichtlicher schwerer Körperverletzung - wurde ein Gutachten in Auftrag gegeben, ob das Medikament Auswirkungen auf die Schwangere und das ungeborene Kind gehabt haben könnte. Dabei kam der Gutachter unter anderem zu dem Schluss, dass es sich um eine therapeutische Dosis, sprich nicht in hoher Konzentration gehandelt habe. Das Medikament Zyprexa wird bei Schizophrenie und bipolaren Störungen eingesetzt. Als Nebenwirkungen werden u.a. Schwindel und Schläfrigkeit beschrieben. Der Schwester der Schwangeren war das Medikament verschrieben worden.

Die 37-Jährige war laut Staatsanwaltschaft zu den Vorwürfen nicht geständig. Die 35-Jährige hat zu Ostern ihr Kind auf die Welt gebracht - beide sind laut der Zeitung gesund.

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