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Verleihung in GrazDas sind die Träger des Volkskulturpreises 2018

Bernd Prettenthaler (Folklore Global), Valentin Zwitter und Klaus Dorfegger (Projekt Meistersinger) und Sieglinde Köberl (Ausseer Kammerhofmuseum) nahmen die Preise entgegen.

Hermann Schützenhöfer und Doris Kampus mit den Preisträgerinnen und Preisträgern © steiermark.at/Streibl
 

Im Weißen Saal der Grazer Burg überreichte Donnerstagabend Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer den Volkskulturpreis des Landes Steiermark. Mit dem Preis werden seit 2002 alle zwei Jahre herausragende Leistungen auf dem Gebiet der Volkskultur vor den Vorhang geholt. Aus insgesamt 27 Einreichungen wurde dieses Jahr neben dem Verein „Folklore Global" auch das Projekt „Meistersinger" und die Arbeitsgemeinschaft „Ausseer Kammerhofmuseum" ausgezeichnet. Die Preisträgerinnen und Preisträger erhalten insgesamt 11.000 Euro an Preisgeld.

Schützenhöfer - er ist auch Volkskulturreferent - zeigte sich nicht nur von den Projekten beeindruckt, er unterstrich in seinen Grußworten auch die Bedeutung der Volkskultur. „Unsere regionalen Besonderheiten und Traditionen, die von musikalischen Ausdrucksformen über die Tracht bis hin zu unseren Regionalmuseen und Kulturdenkmälern reichen, bilden eine wertvolle Basis für unsere eigene Identität und das Miteinander in unseren Gemeinden und Regionen. Die heute ausgezeichneten Projekte sind Vorbilder und Aushängeschilder für die steirische Volkskulturlandschaft und ich darf allen Preisträgern und der Preisträgerin herzlich gratulieren."

Die ausgezeichneten Projekte

Folklore Global, Obmann Bernd Prettenthaler
Das Festival „Folklore Global" verfolgt auf innovative Art und Weise das Ziel, eine Begegnung für Menschen aus aller Welt zu schaffen, die sich mit der Erhaltung, Belebung und Weitertradierung ihrer heimischen Volkskultur beschäftigen. Seit 1995 wird das internationale Festival im Zweijahresrhythmus in der Marktgemeinde Ligist (Weststeiermark) von Bernd Prettenthaler und seinen zahlreichen Unterstützerinnen und Unterstützern, denen der völkerverbindende Gedanke der Veranstaltung auch ein großes Anliegen ist, organisiert. Das Festival „Folklore Global" ist ein Musterbeispiel für weltweit lebendige Volkskultur und vor allem auch für soziale und künstlerische Inklusion. Die Bevölkerung und die zahlreichen Besucherinnen und Besucher werden dazu angeleitet, die einheimische, aber vor allem auch fremdländische Volkskultur kennen und schätzen zu lernen.

Projekt Meistersinger, Valentin Zwitter und Klaus Dorfegger
Das Meistersinger-Gütesiegel repräsentiert seit 2011 die steirischen Schulchöre und Schulen, an denen vorbildliche Chorarbeit geleistet wird. 2018 tragen 172 steirische Schulen das Meistersinger Gütesiegel. Rund 6500 singende Kinder und Jugendliche, die sich wöchentlich zu den Chorproben treffen, sind erfasst. Die steirischen Meistersingerchöre gehören bei Jugendlichen zu den wichtigsten Vermittlern des Singens als kulturelles Gut. Dieses steht in den steirischen Schulchören in einer langen Tradition. In den Meistersingerchören werden die Jugendlichen im Singen trainiert und ausgebildet. Das ist oft der Anfang eines lebenslangen Lern- und Entwicklungsprozesses. Auch die Vermittlung des heimischen Liedguts würde ohne schulische Chorarbeit nicht mehr nachhaltig stattfinden. Verliehen wird das Gütesiegel vom Chorverband Steiermark und dem Landesschulrat für Steiermark, vertreten durch Valentin Zwitter, Chorverband Steiermark und Klaus Dorfegger vom LSR für Steiermark.

Arbeitsgemeinschaft Ausseer Kammerhofmuseum, Obfrau Sieglinde Köberl
Das Ausseer Kammerhofmuseum gilt als „Heimatmuseum", das zur kulturellen Identität der Region beiträgt und Bezugspunkt für Identitätsdiskussionen in der Region ist. Das Museum zeigt die Entstehung von Traditionen und deren ursächlichen und alltagskulturellen Hintergrund auf, versucht die Sinnhaftigkeit von Ritualen zu erklären, will aber auch ihre rezente Geltung hinterfragen können. Das Kammerhofmuseum Bad Aussee steht im Eigentum der Stadtgemeinde Bad Aussee und wird im Auftrag der Stadtgemeinde seit 2001 vom Verein „Arbeitsgemeinschaft Ausseer Kammerhofmuseum" geführt. Das Museum ist im Kammerhof, der 1395 erstmals urkundlich erwähnt wurde, untergebracht und zeigt durch die Miteinbindung der historischen Räumlichkeiten in den Ausstellungsrundgang die Bedeutung dieses Gebäudes, das bis 1926 als Salzamt diente, auf und verweist damit auch auf das aktuelle Thema Baukultur. Derzeit wird eine Sonderausstellung zum „Ausseer Fasching", der nicht nur in der Region bekannt ist, gezeigt.

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