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800 Jahre Diözese Graz-SeckauZum Abschluss: Ein Jubiläumskreuz für den Himmelkogel

Ein Kreuz am Gipfel des 2018 Meter hohen Berges in den Niederen Tauern soll künftige Generationen an das diesjährige 800-Jahr-Jubiläum erinnern. Bischof Krautwaschl segnet es am 1. September.

Unternehmer und Unterstützer Hans Roth, Bischof Wilhelm Krautwaschl, Künstler Richard Kriesche, Goelles Metallbau Chefin Irmgard Holzer und Generalsekretär Thomas Bäckenberger vor einer Nachbildung des Jubiläumskreuzes
Unternehmer und Unterstützer Hans Roth, Bischof Wilhelm Krautwaschl, Künstler Richard Kriesche, Goelles Metallbau Chefin Irmgard Holzer und Generalsekretär Thomas Bäckenberger vor einer Nachbildung des Jubiläumskreuzes © Diözese Graz-Seckau/Victoria Kellermann
 

Mit der Errichtung und Segnung eines Jubiläumskreuzes auf dem Gipfel des Himmelkogels in den Triebener Tauern wird die steirische Diözese Graz-Seckau am 1. September ihren Festreigen zur Diözesangründung vor 800 Jahren beschließen. "Wir nehmen damit das Kreuz, das Zentrum unseres Glaubens, bewusst in unseren Blick", sagte Diözesanbischof Wilhelm Krautwaschl am Mittwoch bei einem Pressegespräch in Graz. In das drei Meter hohe und 2,25 Meter breite Stahlkreuz, das auf exakt 2.018 Meter Seehöhe errichtet wird, ist der Schriftzug "Du bist nicht allein" eingebrannt. Nach der Segnung auf dem Berg wird am Fuß des Himmelkogels Joseph Haydns Oratorium "Die Schöpfung" aufgeführt.

Entworfen haben das Jubiläumskreuz der Medienkünstler Richard Kriesche und der Gesamtkoordinator des steirischen Diözesanjubiläums, Thomas Bäckenberger. Schon beim Höhepunkt des Festjahres, einem Festgottesdienst in der Grazer Innenstadt am 24. Juni, waren 20.000 kleine Stahlscheiben mit dem Motto "Du bist nicht allein" verteilt worden.

Infos

Am 1. September, an dem die Kirche auch den "Tag der Schöpfung" als Beginn der ökumenischen Schöpfungszeit feiert, wird das Jubiläumskreuz um 10 Uhr im Rahmen einer ökumenischen Feier durch Bischof Krautwaschl gesegnet. Auch der neue steirische evangelische Superintendent Wolfgang Rehner wird an seinem ersten Tag im Amt an der Feier teilnehmen.

Das Freiluftkonzert bei freiem Eintritt mit der Aufführung von Haydns Oratorium "Die Schöpfung" beginnt um 15 Uhr am Ausgangspunkt zum Himmelkogel bei der Bergerhube. Unter der musikalischen Gesamtleitung von Dirigent Matthias Unterkofler singen die Grazer Kapellknaben, der Chor der Herz-Jesu-Kirche Graz, der Grazer Universitätschor, der Chor des Kulturforum Friesach und der "Schöpfungschor 800 Jahre Diözese Graz-Seckau", unterstützt von mehreren Solisten und dem Orchester Capella Calliope unter der Leitung von Anke Schittenhelm. Insgesamt sind rund 200 Musiker beteiligt. Bei Schlechtwetter findet das Konzert ersatzweise in der Pfarrkirche Trieben statt.

Das Triebental wird am 1. September nur mit Shuttlebussen von Trieben und Hohentauern aus erreichbar sein, für Privatfahrzeuge ist das Tal an diesem Tag gesperrt. Tickets für den Bus sind online auf der Website www.dieschoepfung.at erhältlich.

"Das Kreuz zeigt, was im Letzten der Glaube an Jesus ausmacht: Vom Kreuz geht alles aus, und auf das Kreuz geht alles hin. Das Kreuz ist sozusagen der Kreuzungspunkt zwischen Himmel und Erde", sagte Bischof Krautwaschl beim Pressegespräch. Der Schriftzug "Du bist nicht allein" übersetze eine theologischen Kerngedanken in Wort und Tat: "Jesus hat den Tod besiegt, er ist auferstanden, wie uns die Schrift sagt, er lebt und ist unter uns gegenwärtig. So können wir sagen: Wer glaubt, ist nie allein."

Die Botschaft "Du bist nicht allein" mache die Grundsehnsucht des Menschen nach Gemeinschaft konkret spürbar, ergänzte Thomas Bäckenberger. "So setzen wir ein bleibendes Zeichen für unser Land, welches das Miteinander betont."

"Mein Gott, mein Gott, warum hast Du mich verlassen." Diese sieben letzten Worte Jesu am Kreuz seien Ausgangspunkt gewesen, erklärte Kriesche. Die Textstelle lasse "das Allein-, das Verlorensein, das auf sich Zurückgeworfensein für einen jeden von uns, in uns und mit uns zur unabdingbaren Erfahrung werden", so der Künstler. Er hält dem das "Du bist nicht allein" entgegen.

"Viele - ob gläubig oder nicht - werden das Kreuz sehen und sich Gedanken machen. Ich kann die Welt allein nicht ändern, aber ich kann in meinem Unternehmen und in der Öffentlichkeit Zeichen nach außen setzen", sagte der Unternehmer und "Saubermacher"-Gründer Hans Roth als Projektunterstützer. Der Ausspruch "Du bist nicht allein" treffe einen Nerv der Zeit, denn in einer digitalen Welt spüre er die zunehmende Vereinsamung. Unterstützt wird das Jubiläumskreuzprojekt außerdem vom Familienunternehmen Metallbau Gölles.

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