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Im LKH GrazVom OP-Tisch gefallen: Patient verstarb im Spital

Patient habe sich schon in einem schlechten Allgemeinzustand befunden, so die Klinik. Das Krankenhaus hat eine Sachverhaltsdarstellung an die Staatsanwaltschaft eingebracht.

Der Vorfall geschah auf der Chirurgischen Abteilung © KLZ/Eder
 

Der Fall sorgte vor zwei Wochen für österreichweite Schlagzeilen: Ein Patient des LKH Uniklinikums Graz ist unmittelbar vor einer geplanten Herz-Operation vom OP-Tisch gerutscht. Grund war offenbar eine Fehlfunktion des Tisches, zwölf Operationssäle mussten vorübergehend gesperrt werden. Der Betroffene sei durch den Sturz selbst nicht verletzt worden, hieß es damals.

Nun wurde bekannt, dass der Patient im Krankenhaus verstorben ist. In der Klinik herrscht tiefe Betroffenheit, jedoch wird darauf hingewiesen, dass sich der Mann schon zuvor in einem schlechten Allgemeinzustand befunden habe. Um alle Zweifel zu beseitigen und Klarheit zu bekommen, hat das Spital eine Sachverhaltsdarstellung bei der Staatsanwaltschaft eingebracht. Dies sei in so einem Fall die übliche Vorgangsweise.

Bei der Suche nach der Ursache für das Abrutschen des Patienten vom OP-Tisch habe man laut Kages-Sprecher Reinhard Marczik zufolge einen mechanischen Defekt ausschließen können. Nun versuche man, den Fehler bei der IT des Gerätes zu finden bzw. ihn zu reproduzieren. Zudem sei auch schon mehrfach mit jenen Angestellten gesprochen worden, die am Tag des Zwischenfalls mit der Handhabung des Tisches betraut waren. Somit sei noch immer unklar, ob es ein IT- oder ein menschlicher Fehler war, so der KAGes-Sprecher. Was der Hersteller des OP-Tisches sagt, ist nicht bekannt. Die Kages nennt den Firmennamen auch auf Nachfrage nicht.

Der Patient war Ende Juni plötzlich in einem der OP-Säle vom Tisch gerutscht. Operationen auf Tischen der gleichen Bauart mussten daraufhin verschoben werden. Die Ursache für den Zwischenfall dürfte zwischen Tischauflage und -fuß zu suchen sein. Eigentlich ist es so gedacht, dass der Patient außerhalb des OP-Saals in einem sterilen Raum von seinem Zimmerbett auf die Auflage gehoben wird und auf dieser in den OP kommt. Die Auflage wird dann auf dem Tischfuß platziert und fixiert. Weil dabei aber offenbar ein Fehler passiert oder der Defekt eingetreten ist, wurde die Praxis zumindest vorübergehend geändert: Das Zimmerbett wird komplett steril gemacht und kommt in den OP, wo der Patient direkt auf die Auflage des Tisches gehoben wird.

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redfoxl
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Unklarheiten und unpassende Aussagen

Ist der Patient nun vom OP-Tisch ,,gefallen" oder - harmlos klingender - ,,gerutscht"? Der Unterschied könnte bei einer etwaigen Klärung der Schuldfrage nicht unerheblich sein. - Der nunmehrige Zusatz des ,,schlechten Gesamtzustandes des Patienten" zum Sachverhalt dürfte wohl hinsichtlich des ungeheuerlichen Vorfalls unerheblich sein und scheint - nicht nur für dessen Angehörige - mehr als unpassend zu sein. Aber ähnliche Aussagen ist man von KAGES-Vertretern aus der Vergangenheit ja schon gewöhnt.

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