STEIRER DES TAGESSein Leben ist ein Tanz

Helge Letonja aus Leoben ist Choreograf des Tanzabends „Wunderlich!“. Die Premiere findet am Donnerstag in der Grazer Oper statt.

Helge Letonja kehrt künstlerisch in seine Heimat zurück © KK
 

Helge Letonja ist gebürtiger Leobener, und seine Kunstbegeisterung wurde ihm sozusagen in die Wiege gelegt: „Ich habe eine sehr starke Verbindung zu meiner Mutter. Sie hat mich nach dem Operntenor Helge Rosvaenge benannt“. Tatsächlich zeigte sich sein Interesse für Tanz und Schauspiel früh: „Ursprünglich wollte ich Schauspieler werden. Meine Hobbys waren Tanzen und Gymnastik."

Mit 13 Jahren begann er mit dem Ausdruckstanz und entwickelte sich im Laufe der Jahre zu einem international gefragten Choreografen.

Welche Choreographien Helge Letonja auf die Beine stellen kann, werden heute auch die Premierengäste des Ballet von „Wunderlich!“ in der Oper Graz sehen. Beim diesem Abend versucht er sich gemeinsam mit Joao Pedro de Paula und Jaione Zabala dem Jahrhundertsänger Fritz Wunderlich tänzerisch anzunähern.

Zur Person

Helge Letonja wurde am 15. Jänner 1970 in Leoben
geboren und studierte in Graz, Frankfurt,  Amsterdam und New York.

1996 gründete der 48-jährige in Bremen das „steptext dance project“. Gemeinsam mit internationalen Komponisten und Künstlern schuf er 40 Produktionen.

Neben Jaione Zabala und João Pedro de Paula ist er einer der Choreografen des Ballettabends  „Wunderlich!“. Die Premiere findet heute Abend an der Oper Graz statt. Mehr Infos im Internet unter www.oper-graz.com

Für Letonja ist es nicht die erste Zusammenarbeit mit dem Opernhaus: „Ich war als Externist und später Tänzer an der Oper Graz tätig. Es ist interessant, an den Ort zurückzukommen, an dem ich begonnen habe“. die Bühne und das Leben“. Er hat in Frankfurt sowie Amsterdam Ballett studiert, tanzte am Tanztheater Bremen und war auch länger in New York, wo er bei Alvin Ailey und Erick Hawkins Modern Dance lernte.

„Reisen und Arbeitsphasen in unterschiedlichen Ländern wie beispielsweise Asien, Afrika oder Südamerika sind ein Teil meines Lebens. Ich fühle mich dort zu Hause, wo meine Arbeit ist und ich mich mit Menschen auf einen bestimmten Kontext einlassen kann. Dadurch habe ich sieben Sprachen gelernt und sehe mich als Weltenbürger“, erzählt der Choreograf.

Seiner Meinung nach ist das „Tanzen die körperliche Antwort auf unseren entkörperlichten Zeitgeist“. Tänzer würden mit Körper, Raum und Musik neue sinnliche Dimensionen des Ausdrucks für Besonderes schaffen.
Trotz des vielen Reisens fühlt sich der Tänzer mit der Steiermark verbunden: „Ich habe in Graz die Handelsakademie besucht. Außerdem treffe ich gerne Freunde und ehemalige Tänzerkollegen. Meine Familie ist mir sehr wichtig und ich komme jedes Jahr zu Weihnachten vorbei“.

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