AccessControl ac = AccessControl.getAccessControl(request);

Kritik der Umweltanwältin„Die Vorhaben der Regierung entsetzen mich“

Die steirische Umweltanwältin Ute Pöllinger geht mit Plänen der Regierung zu Umweltverfahren hart ins Gericht. Die geplanten „Standortanwälte“ seien widersinnig, die Vorhaben ein Schlag gegen die Umweltrechte.

Jetzt weiterlesen mit unserem Digitalabo

Gratis testen

    Ihr Testabo beinhaltet:

  • Alle Kleine Zeitung Plus Artikel lesen
  • Tägliches E-Paper lesen
  • Smartphone-App uneingeschränkt nützen
  • Test endet automatisch nach 4 Wochen
Ute Pöllinger ist ob der geplanten Änderungen alarmiert © Jürgen Fuchs
 

Mit Kopfschütteln reagiert die steirische Umweltanwältin Ute Pöllinger auf die Ankündigungen der türkis-blauen Regierung, die Genehmigungsverfahren für Projekte umzugestalten. Ziel soll es sein, die Verfahren zu beschleunigen und zu vereinfachen. So ist unter anderem geplant, in Umweltverträglichkeitsprüfungen (UVP) einen „Standortanwalt“ einzupflegen, der die Interessen vertritt, die für das zu genehmigende Projekt sprechen.

Kommentare (11)

Kommentieren
paulrandig
1
7
Lesenswert?

Grazer Süden

Wer noch vor fünf Jahren parallel zur Autobahn in der Gegend von Premstätten und Kalsdorf über die Felder gefahren ist, wäre heute entzetzt und würde seinem Navi nicht mehr trauen:
Riesige, wirklich riesige Flächen wurden und werden in steigendem Tempo versiegelt mit eingeschoßigen, flachbedachten Hallen und gigantischen Asphaltflächen.
Wo vor ein paar Jahren das Auge noch ein wenig atmen konnte, kleine Wasserschutzgebiete unmerkbar in die Felder, zwischen denen man sich spazierend bewegen konnte, eingebettet waren, gibt es jetzt nur mehr Zäune, Asphalt, Autos, Hallen und weitere Baustellen.
Wer hat denn tatsächlich etwas davon, seien wir ehrlich?
Nur, wenn es Wirtschaft UND Umwelt gut geht, geht's uns allen gut. Sonst ist diese Politik (die schon vorher angekündigt und von der Mehrheit gewählt wurde) eine reine Heuschreckenzucht, die unser Land abfrisst und dann weiterzieht und uns mit den Folgen zurücklässt.

Antworten
bond007
6
0
Lesenswert?

Wo sonst...

Und wo sollten die Menschen dann arbeiten, wenn nirgends gebaut werden darf? Denn geht es nach den Umweltschützern, dann ist jede Grünfläche schützenswert. Wir leben nun einmal von der Wirtschaft und Betrieben, die nun einmal irgendwo Baugrund benötigen. Und wenn ich Natur möchte, dann gehe ich auf den Berg. Aber in der Stadt und Umgebung herrscht nun einmal Wirtschaft, Arbeit und Industrie. Aber an die Folgen der Industrieabwanderung durch zu hohe Umweltauflagen denkt ja kein "Normalbürger"

Antworten
daba0973b051b38b129522bf98082793
0
0
Lesenswert?

Gebaut werden

eher durchrationalisierte Großbetriebe die Arbeitsplätze vernichten (Stichwort Industrie 4.0, Robotisierung). Die Rationalisierungsgewinne schöpfen einige wenige ab, die große Mehrheit schaut zunehmend durch die Finger ...

Die Wirtschaft soll außerdem den Menschen - also uns - dienen und nicht umgekehrt!

Antworten
Mein Graz
0
4
Lesenswert?

@bond007

"Wir leben nun einmal von der Wirtschaft".
Seit wann kann man Wirtschaft essen?
Auf dem Berg wird es bald auch nicht mehr viel Natur geben, da die Besiedelung immer höher hinauf reichen wird, wenn unten die Bauplätze auf Grund der Industrieansiedlung weniger werden. Und vor allem wirst du die Natur nicht mehr genießen können, weil dann alle, die das wollen, diese Fleckerln anstreben und somit überschwemmen werden, was wiederum den Bau von Parkplätzen beflügelt. Eine Katze, die sich in den Schwanz beißt.

Und wer sagt denn, dass es immer mehr, immer neueres geben muss? Das wird uns doch von der Industrie so vorgegaukelt!

Antworten
paulrandig
0
1
Lesenswert?

@bond007

Wir leben von der Wirtschaft UND der Umwelt.
Wenn es schon nötig ist, Flächen zu verbauen, müssen wir Wege finden, wie die Baumaßnahmen koordiniert werden, und die Schäden an allem anderen möglichst gering gehalten werden.
Derzeit ist es leider so, dass Gemeinden sehen: Agrarfläche bringt nix, Industrie bringt viel Geld. Also widmen wir um. Je mehr Fläche, desto mehr Geld kommt rein. Das hat zwar zur Folge, dass Ortschaften nicht mehr durch Landschaft, sondern nur mehr durch Parkplätze und Hallen getrennt sind und all ihre frühere Identität verlieren. Aber das macht nichts, denn zum Beschwören unserer verlorenen traditionellen Werte hamma ja Volksmusik und Rechtsparteien, die zwar betonen, früher war alles besser, aber anscheinend auch alles dafür tun, dass es tatsächlich immer schlechter, trister einheitlicher und kulturloser wird.

Antworten
bond007
11
3
Lesenswert?

Endlich...

Durch diese ganze Umweltverträglichkeit hat ein Stillstand in der Entwicklung von tollen Projekten stattgefunden, die viele Standorte atttaktiver gemacht hätten... siehe Spielberg. Ich begrüße es sehr, dass wir nun Wettbewerbsfähiger werden und vielleicht auch gute Projekte, für die Gesellschaft, verwirklichen können. Und ich bin auch nur ein kleiner Bürger.

Antworten
Mein Graz
0
10
Lesenswert?

@bond007

Du hast recht.
Wichtig ist in erster Linie, dass die Industrie, das Unternehmertum profitiert. Die Umwelt, der Mensch kann da ruhig auf der Strecke bleiben, denn Geld regiert die Welt.
*Sarkasmus off*

Antworten
bond007
0
0
Lesenswert?

Sorry...

Anrainer schreibt man mit a... sorry ;) I know... ABER: mich würde wirklich Interessieren, warum hier auf dieser Plattform jeder gegen Firmen und deren Eigentümer ist. Arbeitet ihr alle nicht? Kauft ihr alle keine Sachen ein? Wo glaubt ihr, wo das alles herkommt? Und gäbe es keine Firmen, dass würde es schlecht um Österreich stehen. Ich glaube das vergessen hier alle!

Antworten
bond007
1
0
Lesenswert?

Ich will arbeiten

Naja.. wenn man Ehrlich zu sich ist, dann ist es so. Das bedeutet ja nicht, dass ich überall einfach alles zubauen würde. Aber gewisse Gebiete, so wie der Süden von Graz ist nun einmal Industriegebiet. Und jeder der Arbeiten gehen muss lebt nun einmal von diesen Firmen. Und von Geld. Aber sobald ich mich von Luft und Liebe ernähren kann, bin ich auch dafür, dass man sämtliche Gebäude abschafft und wir nur mehr auf Bäumen leben.

Antworten
scionescio
2
8
Lesenswert?

@Bond: Und wie willst du wissen, ob es gute Projekte für die Gesellschaft oder nur ein gutes Geschäft des Projektbetreibers auf Kosten der Umwelt und der Allgemeint ist, wenn du die Prüfung verkürzt?

Spielberg ist gerade ein Paradebeispiel dafür, wo einer mächtig abräumt, kaum Arbeitsplätze entstanden sind und viele darunter leiden ...

Antworten
bond007
1
0
Lesenswert?

Naja... so ist es nicht

Wer leidet wirklich darunter? Der eine Anreiner, der sich als einziger immer beschwert hat, weil ihm das angebotene Geld zu wenig war? Die Region, die dadurch Hotels und Nahversorger bekommen hat, oder die Arbeiter, deren Jobs durch die Besucher gesichert wurden? Oder die Anreiner, die von Mateschitz Privatförderungen zur verschönerung ihrer Häuser und Gärten erhalten haben. Und übrigens... die Rennstrecke steht dort schon länger, also wurde diese schon mal genehmigt. Und die Anreiner wohnten dort auch im Bewussstein, dass dort Motorsport betrieben wird. Also ich höre nur positive Resonanz aus der Region.

Antworten