„Wenn ich einmal reich wär‘ ...“. Mit diesem Gedanken haben sich mehrere Steirer gespielt und deshalb einem Börsenexperten ihr Geld anvertraut. Es folgte ein böses Erwachen: Insgesamt soll der Mann nämlich bereits mindestens 400.000 Euro in den Sand gesetzt haben. Weil die Polizei davon ausgeht, dass es noch weit mehr Opfer gibt, sucht man nun nach weiteren Geschädigten.

Der am Lichtbild ersichtliche Mann steht im dringenden Verdacht, seit August 2023 den Tatbestand des schweren gewerbsmäßigen Betruges in mehreren Fällen verwirklicht zu haben.

Betrügerische Absicht

„Der Verdächtige gab sich gegenüber den Opfern in betrügerischer Absicht als erfolgreicher Trader oder Broker aus“, erläutert Fritz Grundnig von der Landespolizeidirektion. Bisherigen Ermittlungen zufolge dürfte der Mann nur einen Bruchteil der vermeintlich investierten Gelder der Geschädigten tatsächlich investiert haben. „Die Mehrzahl der Opfer kommt aus der Weststeiermark. Er hat vorgegeben, gewinnbringend investieren zu können. Teilweise hat der Verdächtige sogar Teilgewinne ausbezahlt, irgendwann war er aber nicht mehr erreichbar.“

Es sei nicht auszuschließen, dass durch den Verdächtigen (er sitzt in U-Haft) weitere Straftaten begangen wurden. Die Staatsanwaltschaft Graz ordnete daher die Veröffentlichung des Lichtbildes an. Geschädigte melden sich bitte beim Landeskriminalamt Steiermark unter Tel. (059133) 60-3333.