Wie die Polizei es ohne Beschädigungen an seiner Tür geschafft hat, bei der Durchsuchung in sein Haus zu gelangen, ist dem Angeklagten heute noch ein Rätsel. In seinen vier Wänden jedenfalls wurden von den Beamten Gegenstände gefunden, die eindeutigen Bezug zum Nationalsozialismus haben: „Der Angeklagte hat vor der Polizei zunächst selbst angegeben, dass es bei ihm fast wie in einem kleinen Museum war“, führt Staatsanwältin Julia Steiner am Grazer Straflandesgericht aus. „Dort hing eine Reichsflagge, rundherum waren NS-Devotionalien drapiert. Es gab auch ein Luftschiffmodell mit Hakenkreuz. Der Raum war auch nicht versperrt, sondern für die Mitbewohner zugänglich“, listet die Staatsanwältin auf. Nicht die einzigen Vorwürfe der Anklage: Der 37-Jährige hat zudem WhatsApp-Nachrichten mit eindeutigen Inhalten an Freunde geschickt, dazu Nazibilder am Smartphone gespeichert.