RechtsstreitThiem gegen Bresnik: Jetzt kommt es zu Vergleichsgesprächen

Im Rechtsstreit zwischen Österreichs Tennis-Star Dominic Thiem und seinem langjährigen Trainer Günter Bresnik um finanzielle Forderungen des 59-Jährigen könnte es zu einer außergerichtlichen Lösung kommen, was beiden einen langwierigen Prozess ersparen würde.

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Dominic Thiem, Manfred Ainedter
Tennis-Star Dominic Thiem mit Anwald Manfred Ainedter © APA/ROBERT JAEGER
 

Günter Bresnik, von dem sich Dominic Thiem im Vorjahr getrennt hatte, hat seinen langjährigen Schützling vorerst auf rund 450.000 Euro - die Summe bezieht sich auf Einnahmen Thiems im ersten Quartal 2020 - geklagt.

Bei der ersten Tagsatzung im Justizpalast einigten sich Thiem und Bresnik am Freitagnachmittag auf Vergleichsgespräche, die von einer richterlichen Mediatorin geleitet werden. Diese sollen in der letzten Februarwoche über die Bühne gehen - ohne die Anwälte der beiden Kontrahenten. Das hatte Bresniks Rechtsvertreter Gottfried Korn angeregt: "Anwälte vergiften in einer solchen Situation nur. Ich will nicht dabei sein. Weil ich weiß, dass ich in spätestens fünf Minuten meinem Freund Doktor Ainedter (Manfred Ainedter, der Rechtsvertreter Thiems, Anm.) den Schädel einschlag'."

Nach dem Zerwürfnis zwischen Thiem und Bresnik steht dessen Ex-Trainer auf dem Standpunkt, dass ihm weiterhin eine Beteiligung an den Einnahmen Thiems zusteht, die dieser aus Sponsor- und Ausrüster-Verträgen lukriert, die Bresnik in seiner Funktion als Manager abgeschlossen hatte. Ursprünglich soll es eine 2014 abgeschlossene Vereinbarung zwischen Thiem und Bresnik gegeben haben, der letzterem 30 Prozent an sämtlichen von ihm an Land gezogenen Verträgen bis zum Karriereende Thiems garantiert hätte. Dieser Vertrag wurde im September 2016 geändert und zeitlich befristet - allerdings ohne dass Thiems nunmehriger Manager Herwig Straka davon Kenntnis erlangt hätte. Straka verhandelte mit Thiems Ex-Coach und -Mentor im Mai 2019 nach dem Ende des Arbeitsverhältnisses Thiem - Bresnik eine Lösung aus, bei der Bresnik weiterhin eine gestaffelte Beteiligung an Thiems Einkünften zugestanden wurde. Thiems Anwalt Ainedter erklärte im Februar 2020 diesen Vertrag allerdings für null und nichtig und löste ihn auf. Begründung: Straka und Thiem seien von Bresnik "arglistig getäuscht" worden. Was Bresnik vehement bestreitet, weshalb er auf die Einhaltung der im Vorjahr getroffenen Vereinbarungen und die damit verbundenen Zahlungen pocht und folglich eine Klage beim Wiener Landesgericht für Zivilrechtssachen (ZRS) eingebracht hat.

"Es geht um die Achtung eines Vertrages", meinte dazu Bresnik-Anwalt Korn beim Gerichtstermin, zu dem Dominic Thiem in Begleitung seines jüngeren Bruders Moritz erschien. "Es geht ums Geld", hielt Ainedter dem entgegen. Bresnik habe als Thiems Betreuer und Manager zwölf Millionen Euro verdient. Nach der Trennung habe man ihm eine Abschlagszahlung von zwei Millionen Euro bzw. zeitlich befristet zehn Prozent auf alle in der Ära Bresnik abgeschlossenen Sponsorverträge angeboten. "Das hat er abgelehnt. Mehr bieten wir sicher nicht", betonte Ainedter.

Bresniks Rechtsvertreter Korn erklärte daraufhin, der Ex-Coach und -Manager sei zur endgültigen Auflösung des Vertrags bereit, "wenn er für drei Jahre 20 Prozent bekommt". Das sei "ein sehr, sehr großzügiges Angebot". Im Übrigen sei "die Wertschätzung des Herrn Bresnik für Herrn Thiem ungebrochen. Er ist der glücklichste Mensch, wenn Herr Thiem die US-Open gewinnt", hielt Korn fest.

Für mich ist bei der ganzen Sache der Dominic entscheidend. Möchtest du ein Gespräch haben, Dominic?

Günter Bresnik

Schließlich ergriff Bresnik im Gerichtssaal selbst die Initiative und bewirkte letztlich den Anstoß in Richtung konkreter Vergleichsgespräche, indem er sich direkt an seinen Streitgegner wandte: "Für mich ist bei der ganzen Sache der Dominic entscheidend. Möchtest du ein Gespräch haben, Dominic?" Dieser zog sich darauf mit Anwalt Ainedter für ein paar Minuten zurück und entschloss sich nach eingehender Beratung, sich auf ein solches einzulassen.

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Danke für Ihr Verständnis.

GustavoGans
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Thiem hat von Bresnik profitiert und Btesnik von Thiem.

Also ist es natürlich auch gerecht, das Bresnik was vom Kuchen der Vergangenheit abbekommt. Schließlich hat er den Kuchen ja gebacken.
Für zukünftige Verträge steht ihm eh nichts zu.

Davide3470
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Ainedter

Gibts in Wien für die Promis nur mehr den RA? Meiner Meinung nach Nach Schüssel, Grasser, Thiem... etc... macht Thiem nicht symphatischer... eher ..

carpe diem
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Klingt eh lustig, wenn Ainetter jemandem vorwirft, dass es nur ums Geld gehe.

Herrn Ainetter geht es immer um Gerechtigkeit, wie wir wissen. Zur Kausa: Bresnik hat einen Vertrag. Da wird es wohl möglich sein festzustellen, was er zu bekommen hat.

dieRealität2019
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"Es geht um die Achtung eines Vertrages", meinte dazu Bresnik-Anwalt Korn beim Gerichtstermin

es geht hier Bresnik ausschließlich um Kohle und nur um Kohle, wenn ich mir die Zahlen und Vertragsvereinbarungen ansehe, kann ich nur "absolutes" parasitäres Verhalten sehen. Bresnik hat sichtbar in den letzten Jahrzehnten sein Leben nur darauf ausgerichtet. Diese Zahlen sind "vergleichweise" mit den Ambitionen von Thiem sogar in der Branche exorbitant hoch und sind aus meiner Sicht mehr als parasitär.
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Unglaublich und für mich unverständlich das Thiem derartige Verträge abgeschlossen hat: "...Ursprünglich soll es eine 2014 abgeschlossene Vereinbarung zwischen Thiem und Bresnik gegeben haben, der letzterem 30 Prozent an sämtlichen von ihm an Land gezogenen Verträgen bis zum Karriereende Thiems garantiert hätte..."
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Anscheinend möchte Bresnik auf den Rücken und der Leistung eines anderen Menschen und nicht durch seine eigenen Leistungen bis zum Lebensende versorgt sein. Unglaublich ein derartighes Angebot nicht anzunehmen: "Nach der Trennung habe man ihm eine Abschlagszahlung von zwei Millionen Euro bzw. zeitlich befristet zehn Prozent auf alle in der Ära Bresnik abgeschlossenen Sponsorverträge angeboten."
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Als erfolgloser Temkapitän der österreichischen Mannschaft und als erfolgsloser Gründer seiner Tennisakademie, die nur von den Gelder ducht Thiem finanziert wurde, gibts nur einen erfolgreichen Kanditaten nämlich THIEM.

Hazel15
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Unglaublich

Ohne Breznik wäre ein gewisser Thiem, wer er auch immer ist, ein NIEMAND!!!