Plötzlich zückten alle ihre Schirme, als der Himmel seine Schleusen öffnete. Das Burgtor wurde als Dach über den Kopf zweckentfremdet – und es gab nur einen, der sich über den Regen freute: Loic Bettendorff. „Mir wäre es sogar lieber gewesen, wenn es von Anfang an geregnet hätte“, sagt der gebürtige Luxemburger, „ich komme aus dem Cyclocross.“ Die Trikots der Rad-Bundesliga-Starter waren auf den letzten Runden des Grazer Altstadtkriteriums triefend nass, die tausenden Zuschauer staunten nicht schlecht über das dennoch hohe Tempo. Auch Theo Hauser vom WSA KTM Team Graz war da unter ihnen, er hatte das Rennen aufgrund eines Defekts beenden müssen und meinte: „Das Tempo ist irrsinnig hoch, das ist beeindruckend.“ Stürze und Ausfälle gab es viele, auch bereits im Trockenen: Die gepflasterte Bürgergasse forderte die Beteiligten bis aufs Äußerste.
Altstadtkriterium
Solo-Siege, ein gut besuchtes Comeback und ein Versprechen für 2026
Reportage.
Lydia Ventker und Loic Bettendorff siegten beim Comeback des Grazer Altstadtkriteriums, das erstmals Teil der Rad-Bundesliga war.
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