Als „Auszeichnung für den steirischen Volleyballsport“ bezeichnete Hartbergs Geschäftsführer Markus Gaugl das weiß-grüne AVL-Cupfinale der Männer. Sein TSV ging als großer Favorit in das Duell mit dem Überraschungsteam aus der Landeshauptstadt. Wie überraschend der Aufstieg des UVC mit dem dramatischen 3:2-Halbfinalsieg über Spitzenteam Aich/Dob tatsächlich war, ordnete Hartberg-Coach Markus Hirczy vor dem Anpfiff ein. „Wir haben in der Nacht noch einige Sachen umgestellt, da wir nicht damit gerechnet haben.“

Auf der anderen Seite erhoffte UVC-Trainer Zoltan Mozer eine weitere Sensation. „Wir haben im Halbfinale ein Wunder geschafft, hoffentlich gelingt uns das erneut.“ Tatsächlich schaffte seine Mannschaft erneut die Sensation. Zwar ging der favorisierte TSV, der im Gegensatz zu den Grazern auf einen breit aufgestellten Kader zurückgreifen konnte, mit 1:0 (25:20) in Sätzen in Führung. Danach drehten aber die Mannen von Kapitän Arwin Kopschar auf. Auf ein 25:21 im zweiten Durchgang folgte auch der Satzgewinn zum 2:1 (25:23). Plötzlich fehlte nur noch ein Satz auf die ganz große Sensation.

Dramatisches Finale

Doch wie es sich für ein Spitzenteam gehört, ließen sich die Hartberger nicht so einfach abschütteln und schlugen eindrucksvoll zurück. Angeführt von Zuspieler Max Thaller glichen die Hartberger zum 2:2 aus. Beim 25:11 hatten die Grazer dem blau-weißen Druck wenig entgegenzusetzen und so ging es im steirischen Endspiel in einen finalen fünften Satz.

Der dramatische Höhepunkt des weiß-grünen Finalduells in Amstetten begann mit einem offenen Schlagabtausch. Mit Fortlauf des Satzes konnten sich zunächst die „Haie“ aus Hartberg etwas absetzen, ehe Graz die Partie mit starker Blockarbeit an sich riss. Kurz darauf war die Sensation mit dem 15:11 dann perfekt und das Grazer „Märchen“, wie Manager Frederick Laure den Finaleinzug bezeichnete, vollendet. „Wir können es nicht glauben. Wir waren die Außenseiter und wollten das Finale einfach nur genießen. Dass dann der Sieg herausschaut, ist irre“, erklärte Kapitän Kopschar, der seinen ersten Karrieretitel holte. Für den UVC war es der insgesamt fünfte Cuptitel der Vereinsgeschichte. In Amstetten gab es doppelten Grund zur Freude, sicherte sich das zw