Olympische NachwehenMarcell Jacobs über Dopingsünder Ujah: "Das bringt mich zum Lächeln"

Als Marcell Jacobs bei den Spielen in Tokio im 100-Meter-Sprint und in der 4x100-Meter-Staffel Gold für Italien gewann, kursierten die ersten Doping-Gerüchte um seine Person. Nun wurde just ein Staffel-Läufer der zweitplatzierten Briten positiv auf verbotene Substanzen getestet.

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Marcel Jacobs (links) und Chijindu Ujah
Marcel Jacobs und Chijindu Ujah (Fotomontage) © Imago/NurPhoto
 

Lamont Marcell Jacobs ist der neue Stern am Sprinter-Himmel. Der 26-jährige Italiener trat bei den Olympischen Spielen in Tokio das Erbe von Usain Bolt an und krönte sich in 9,79 Sekunden über die 100 Meter zum Champion. Grund genug für viele, Dopingvorwürfe in den Raum zu streuen, denn der gebürtige Texaner erfuhr erst in dieser Situation eine unglaubliche Leistungsexplosion, lief erst im Mai 2021 seine erste Zeit unter der magischen 10-Sekunden-Marke.

Nun wurde just der britische Staffel-Läufer Chijindu Ujah positiv auf verbotene Substanzen getestet. Das dürfte Großbritannien die Silbermedaillen kosten. Kanada würde in diesem Fall auf Rang zwei nachrücken und China eine weitere Medaille abstauben. Ujah soll der Athletics Integrity Unit (AIU) des Weltverbandes Word Athletics zufolge eine positive A-Probe auf die Substanzen Ostarin und S-23 abgegeben haben. Der 27-Jährige hat das Recht, eine B-Probe anzufordern. Sollte die Probe negativ auf die Substanzen, die den Muskelaufbau begünstigen, ausfallen, wird der Fall beim Internationalen Sportgerichthof weiterverhandelt.

Jacobs hat unterdessen in einem Interview mit der italienischen Tuttosport auf den Vorfall reagiert: "Nachdem ich die Ermittlungen im Fall Ujah gesehen habe, würde ich sagen, dass es vielleicht besser ist (für die Briten, Anm.), sich vor Ort umzusehen, bevor sie andere angreifen. Das hat mich zum Lächeln gebracht."

Dem Italiener haben die negativen Reaktionen und Vorwürfe nach seinem Überraschungs-Coup nicht so sehr beeinflusst. Er kenne die Opfer und die Schläge, die er erleiden musste, um hierher zu kommen. Stattdessen möchte er es zu 100 Prozent genießen, gab er im TV-Sender Rai1 bekannt.

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