Olympische SpieleDas Feuer lodert schon längst nicht mehr

Für die Durchführung der Olympischen Spiele in Tokio gibt es schon lange keinen vernünftigen Grund. Ohne Zuschauer wird das Großereignis zu einem traurigen Spektakel.

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Es war ein Akt von ungeheurer Strahlkraft, eingebrannt ins kollektive globale Gedächtnis. Allein der Gedanke daran reicht aus, um im Modus  eines emotionalen Durchlauferhitzers sämtliche Spielarten der Gefühlswelten zu durchleben. Wir schreiben das Jahr 1964, der Schauplatz ist Tokio anlässlich der ersten Olympischen Spiele in Japan. Der 19-jährige Yoshinori Sakai nimmt die letzten Stufen mit der Fackel und der Funke springt über. Sakai hatte am 6. August 1945 das Licht einer erloschenen Welt erblickt, in der Präfektur Hiroshima, am Tag des ersten Atombombenabwurfs. Das Feuer loderte nach außen und nach innen.

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joe1406
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Die Mächtigen der Welt

peitschen alles durch was ihren Profiten dient. Da ist Olympia noch ein recht harmloses Beispiel dafür. Einziger Hoffnungsfunke war das klägliche Scheitern der Super League im Fußball - zumindest bisher - endgültig gestorben ist es ja noch nicht - die Kassen der ganz großen Klubs sind zum Teil klamm. Da kommt man sogar gerne zu einem Schaulaufen nach Klagenfurt - siehe Real gegen Milan. Aber zumindest hat Corona gezeigt, dass Sportveranstaltungen ohne Zuschauer - nur im TV - den Emotionsfunken erlöschen lassen. Und dann ist es auch kein Geschäft mehr - die Werbewirtschaft sucht bessere Alternativen.

GanzObjektivGesehen
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Sehr kurzsichtiger Artikel.

Viele Athleten bereiten sich sehr lange, oft ihr gesamtes Leben auf solche Veranstaltungen vor. Es ist ihr Motivator.
Olympia weg, Motivation weg.

Und als Nächstes? Weltmeisterschaften, Europameisterschaften, weg?

Das meiste das Die Menschheit macht ist eigentlich „sinnlos“. Aber es erfüllt trotzdem einen Zweck. Und wenn man es auf „ Brot und Spiele“ reduziert.

Den wirtschaftlichen Faktor sollte man auch nicht vergessen. Und das es auch Skandale gibt, wo nicht ?

dude
3
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Danke, Herr Gigler, für diesen Beitrag!

Treffender kann man diese milliardenschweren, mit aller Macht und Gewalt durchgepeitschten Trauerspiele nicht beschreiben!