Eigentlich ist ja die WSG Tirol „Schuld“, dass am Samstag Ex-WSG-Trainer Thomas Silberberger sein Debüt für den WAC gibt. Nach dem 1:3 bei den Wattenern beurlaubte WAC-Präsident Dietmar Riegler Coach Ismail Atalan.
Am Dienstag leitete Silberberger das erste Training, drei weitere sollten bis zum Ried-Spiel noch folgen. „Ich hab‘ eine Mannschaft vorgefunden, die extrem willig und konkurrenzfähig ist. Und, da muss ich sie schon in Schutz nehmen“, spricht der Tiroler die drei Trainerwechsel an: „Jeder Trainer hat andere Vorstellungen, einen anderen Führungsstil. Da prasselt sehr viel auf die Jungs ein.“
Individualgespräche mit jedem Spieler stehen dann in den kommenden Wochen an. Jetzt galt der Fokus dem Ried-Spiel und kurzfristig möglichen Änderungen. „Ich habe die Mannschaft darauf hingewiesen, den Spielstil in der Quali-Runde anzunehmen“, erklärt Silberberger. Zum Beispiel das Anlaufen. „Gegen den Ball müssen alle mitarbeiten, um den Gegner zu Fehlern zu zwingen.“ Oder die Standards und zweite Bälle. „Da kommt mit Ried ein Team, das auf diesem Bereich im obersten Level spielt. Da kommt einiges auf uns zu.“
Verlieren verboten? So nicht
Der 52-Jährige denkt aber bereits weiter: „Im Spiel mit dem Ball möchte ich dann schon die Qualität der Mannschaft sehen. Da sollten wir uns mehr zutrauen als nur lange Bälle nach vorne zu spielen.“ Was im Kampf gegen den Abstieg nicht einfach ist. „Ich weiß es aus meiner Zeit bei der WSG. Natürlich schaust du in erster Linie auf das Ergebnis. Aber es war nie so, dass man verboten hat, Fußball zu spielen.“ Silberberger glaubt, dass viele Teams mit dem Ansatz „verlieren verboten“ auf das Feld gehen. „Das habe ich meinen Mannschaften aber nie mitgegeben. Wir sind da, um relativ schnell wieder in sicheres Gewässer zu kommen. Deswegen müssen wir mutig auftreten. Ich glaube, dass in der WAC-Offensive diese Spieler da sind. Die kann man ja nicht in ein Defensivkonzept reinzwingen.“
Ohne Pink, mit Baumgartner
Nicht mit dabei sein werden heute der verletzte Alessandro Schöpf und – noch nicht – Markus Pink. Der Kärntner absolvierte bereits die ersten Einheiten. „Für Ried ist es noch zu früh“, meinte Silberberger, „für das Doppel gegen Blau-Weiß Linz danach ist er aber sicher ein Thema“. Kapitän Dominik Baumgartner, der in den beiden letzten Atalan-Spielen taktischen Gründen zum Opfer gefallen ist, wird wieder starten. Silberberger: „Dominik ist für mich ein fixer Bestandteil.“
Am Samstag ist um 10.30 Uhr Treffpunkt, um 10.45 Uhr gibt es die Besprechung, um 11 Uhr das Aktivieren. Danach wird gemeinsam gegessen. Und um 17 Uhr startet die Jagd auf die drei Punkte.