Schwimm-Ass klagt an"Mein Vater hat mich sexuell misshandelt"

Die frühe ungarische Vize-Europameisterin Liliana Szilagyi ist mit schweren Vorwürfen gegenüber ihrem Vater an die Öffentlichkeit gegangen: Er habe sie körperlich, psychisch und sexuell misshandelt.

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Liliana Szilyagi © Instagram
 

Es sind schwere Vorwürfe, mit denen Liliana Szilagyi nun an die Öffentlichkeit gegangen ist. So behauptet die ehemalige Vize-Europameisterin im Schwimmen, von ihrem Vater früher misshandelt worden zu sein: "Körperlich, gefühlsmäßig, sexuell", schreibt die 26-jährige Ungarin auf ihrem Instagram-Account.

Weiters schreibt die Goldmedaillen-Gewinnerin der Jugendspiele 2014, die mit einer Bilderserie auf Instagram ihr Leid zum Ausdruck bringen will: "Nach 25 Jahren sehe ich mich dazu bereit, die schwersten Worte, die ich je sagen musste, auszusprechen. Ich wurde misshandelt. Seit meiner Kindheit. Kontinuierlich und unberechenbar. Wenn er gerade dazu Lust hatte und Macht über mich spüren wollte. Sei es in Form von körperlicher Züchtigung, Einschüchterung, Liebesentzug und Aufmerksamkeitsentzug oder sexueller Misshandlung."

Die Butterfly-Spezialistin behauptet weiter, ihr mittlerweile 54-jähriger Vater Zoltan, der selbst früher ungarischer Kraulmeister war, hätte auch ihre Mutter halb tot geprügelt - auch, als diese mit ihr schwanger gewesen sei. Im Gegensatz zu ihrer Mutter habe ihr Vater sie nicht geschlagen, weil im Schwimmdress die Spuren sonst zu sehen gewesen wären, sagt Szilagyi in der Youtube-Sendung "DTK". Aber sie habe zuschauen müssen, wie ihr Vater sich an ihrer Mutter vergriffen habe.

Der endgültige Bruch mit dem Vater sei nach der EM 2016 gekommen. Ein Grund, warum sie jetzt mit den Vorwürfen an die Öffentlichkeit gegangen ist, sei ihre Schwester Gerda, die ebenfalls Schwimmerin ist und noch bei ihrem Vater lebt. Sie wolle sie mit diesem Schritt retten und darüber hinaus anderen Menschen in einer ähnlichen Situation Mut machen. 

Kommentare (1)
petera
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0
Lesenswert?

Sehr mutig und selbstlos!

Hoffentlich schafft es ihre Schwester wegzukommen.