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CoronavirusBundesliga prüft die Situation sehr genau

Die österreichische Fußball-Bundesliga beobachtet die Entwicklung rund um das Coronavirus genau. Derzeit sind im Gegensatz zur italienischen Liga keine Absagen oder Geisterspiele geplant.

Das Duell zwischen Rapid und Admira fand 2011 vor leeren Rängen statt
Das Duell zwischen Rapid und Admira fand 2011 vor leeren Rängen statt © dapd
 

Die österreichische Fußball-Bundesliga beobachtet die Entwicklung rund um das Coronavirus genau. Derzeit sind im Gegensatz zur italienischen Liga keine Absagen oder Geisterspiele geplant, und die Hoffnung bei Bundesliga-Vorstand Christian Ebenbauer ist groß, dass sich an dieser Situation auch nichts ändert.

"Die Vorbereitungen auf die Spiele laufen normal, wir lassen uns nicht aus der Ruhe bringen", betonte Ebenbauer gegenüber der APA. Darüber hinaus sei man in ständigem Kontakt mit dem Gesundheitsministerium, dem Innenministerium und den jeweiligen Veranstaltungsbehörden. "Im Fall des Falles würden wir schnell reagieren", sagte der 44-Jährige.

Eine eventuelle Spielabsage wegen des Coronavirus würde nicht von der Liga, sondern von den zuständigen Behörden ausgesprochen werden - und den Meisterschaftsbetrieb durcheinanderwirbeln. Generell ist der Terminplan auch aufgrund der bevorstehenden EURO 2020 eng, dazu kommt das Problem, dass im Grunddurchgang nur noch zwei Runden auf dem Programm stehen und danach der Cut in Meister- und Qualifikationsgruppe erfolgt.

Wie verhalte ich mich richtig?

Wie schon für Reisende aus China gilt nun auch für Italien: Hatte man Kontakt zu Menschen aus den betroffenen Regionen oder kommt aus diesen Regionen zurück nach Österreich und bemerkt innerhalb von 14 Tagen Symptome wie Fieber oder Husten, muss man sich immer zuerst telefonisch melden! Auf keinen Fall sollte man einfach zum Hausarzt oder ins Krankenhaus fahren. Zuerst telefonisch mit dem Hausarzt Kontakt aufnehmen oder beim Gesundheitstelefon 1450 anrufen, es gibt auch eine spezielle Hotline zum Coronavirus (Tel. 0800 555 621). Das ist wichtig, damit man das Virus nicht in Krankenhäuser oder Ordinationen einschleppt und viele andere ansteckt.

Telefonstunde und Livestream

Alles, was Sie über das Coronavirus wissen müssen - der Virologe Dr. Klaus Wander gibt am heute unter der Telefonnummer 0810/200 107 von 9 bis 10 Uhr Antworten.

Virologe Vander beantwortet nicht nur Fragen in der Telefonstunde der Kleinen Zeitung. Im Anschluss wird er um 10.15 Uhr auch im Livestream der Kleinen Zeitung zu sehen sein. Der Leiter des Grazer Instituts für Krankenhaushygiene und Mikrobiologie spricht über die Gefahren von Corona und wie man sich gegen das Virus schützen kann.

Daher besteht bei Verschiebungen und der Suche nach Nachholterminen eine geringe Flexibilität, weil Benachteiligungen für Clubs durch ungünstige Spielansetzungen vermieden werden sollen. "Unser größter Wunsch ist die Sicherheit aller Akteure und, dass der Meisterschaftsbetrieb unter Wahrung der Wettbewerbsintegrität aufrecht bleibt. Immerhin ist im Grunddurchgang noch eine Entscheidung offen", meinte Ebenbauer mit Hinweis auf den Zweikampf zwischen Hartberg und der Austria um den letzten Platz in der Meistergruppe.

Sollte es tatsächlich zu einer Absage eines Spiels kommen, könnte die Liga den Wunsch an die Behörden äußern, die Partie als Geisterspiel, also ohne Fans, auszutragen. Ob man dieses Ansuchen stellen würde, ließ Ebenbauer offen, schließlich würde der jeweilige gastgebende Verein um den Heimvorteil und Zuschauereinnahmen umfallen. "Das müsste man von Fall zu Fall mit den betreffenden Klub besprechen", erklärte Ebenbauer.

Offen wäre auch, ob die Behörden einem Geisterspiel überhaupt zustimmen würden, denn auch bei einem Publikumsausschluss wären etwa 200 Personen - Spieler, Schiedsrichter, Funktionäre, Mitglieder des Betreuerstabs, Medienvertreter etc. - im Stadion.

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