"Ich kann es noch gar nicht richtig fassen, was mir das gelungen ist. Mit dem Platz hätte ich 2019 sogar die Olympiaqualifikation geschafft", freute sich Hercog anschließend. "Ich bin richtig glücklich. Und habe auch gewusst, dass mir die 10 km mehr liegen. Dass es so ausgeht, ist einfach nur super großartig. Es macht extrem Freude und ist super aufbauend für die Zukunft."

Vergessen war zu dem Zeitpunkt schon der Zweikampf mit dem Ukrainer Mychajlo Romantschuk, der im Finish des Wettbewerbs Nerven und Energie gekostet hatte. "Er hat mich einfach weggedrückt, was nicht schön war von ihm. Ich konnte da nicht viel machen, und das ärgert mich schon sehr. Denn da habe ich dann den Anschluss verloren und konnte nicht mehr mitziehen", sagte Hercog. "Am Ende bin ich aber trotzdem extrem happy. Und das Positive überwiegt ganz klar."

Der Italiener Paltrinieri holte sich in einem spannenden Finish WM-Gold vor seinem Landsmann Domenico Acerenza und dem Deutschen Florian Wellbrock. Bei den Frauen siegte nach Auswertung des Zielfotos die Niederländerin Sharon van Rouwendaal vor der Deutschen Leonie Beck. Auch Olympiasiegerin und Fünf-Kilometer-Weltmeisterin Ana Marcela Cunha aus Brasilien war in dem dramatischen Endspurt nach 2:02 Stunden im Lupa-See noch dabei und wurde Dritte.