Embacher konnte zufrieden lächeln. "Das war sehr cool, der ganze Tag schon. Das Niveau ist sehr hoch gerade. Ich hab's mir erhofft und habe gewusst, dass ich beim Skifliegen gut drauf bin", sagte der Super-Team-Olympiasieger im ORF. Dennoch werde Prevc der Kandidat zum Schlagen sein. "Es gibt mir aber sehr viel Selbstvertrauen, dass alle drei Flüge sehr gut waren, obwohl Fehler drinnen waren." Happy war auch Tschofenig, der vor 5.200 Zuschauern und nach 212 Metern Vierter wurde. "Ich hab mir nach dem Sprung nicht erwartet, dass ich Vierter bin. Es war springerisch und flugmäßig sicher schon besser", sagte der Kärntner, der zuletzt eine Formkrise erlebt hatte.

Eine Formkrise hat auch Kraft, und er schien eigentlich schon Zuschauer im ersten von zwei Bewerben zu sein. Doch u.a. eine Disqualifikation des Slowenen Anze Lanisek ermöglichte ihm noch den 40. Rang, der beim Skifliegen für die Qualifikation reicht. "Spielen brauch ich mich nicht mehr, ich bin auch noch sauschiach hingehüpft. Ich war so flach über dem Vorbau, da hätte ich es echt fast vergeigt", übte Kraft Selbstkritik. Dabei war er im Training noch voll dabei gewesen, nach einem Skiwechsel laut seinen Aussagen aber verunsichert. Er wolle sich nun neu sortieren. "Vielleicht hab ich die Verwarnung ja gebraucht."

Nicht qualifiziert hat sich der 40-jährige Manuel Fettner, der im Zuge seiner letzten Saison auf dem Kulm seinen Abschied vor heimischen Fans gibt. Er hat noch die Chance, sich für den Sonntag zu qualifizieren. Stark hingegen war Youngster Jonas Schuster, der bei seiner Skiflug-Premiere auf dem achten Platz landete.