Der Mann ist verloren. Das ist im bitteren Antikriegsstück "Der Diplomat", das am Freitag die Nibelungen-Festspiele eröffnet hat, schnell klar. Mit blutverschmiertem Schwert und strähnigen Haaren stapft der kriegsmüde Dietrich von Bern durch den Schlamm der Schlachtfelder. Es ist der Beginn eines intrigenreichen Dramas über Mordlust und Missgunst. Die Überlebenden stehen am Ende vor den Trümmern ihrer Träume - und vor neuer Gewalt. Statt Ruhm bleiben bloß Schmutz und Schmerz.
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