Der Argumentation der Ärztekammer zufolge gehe der Vorwurf, dass die neun Landesärztekammern einen ÖGK-Gesamtvertrag verhindern würden, ins Leere. Denn bereits 2020 sei ein umfassender einheitlicher Leistungskatalog erarbeitet und der ÖGK vorgelegt worden, erklärte ÖÄK-Präsident Johannes Steinhart: "Dieser wurde von über 200 Ärztinnen und Ärzten aus allen Landesärztekammern und Fachrichtungen entwickelt und beinhaltet alle zeitgemäßen medizinischen Leistungen, die in Ordinationen erbracht werden können. Seither ist allerdings seitens der ÖGK damit nichts passiert." Den Landesärztekammern vorzuwerfen, nicht an einem Strang zu ziehen, sei daher völlig unverständlich. Vielmehr blockiere die ÖGK unsere Landesärztekammern seit Monaten in ihrem Bestreben, die Kassenverträge weiterzuentwickeln.
Wien
Gesamtvertrag - RH für Entmachtung der Landesärztekammern
Um einen österreichweiten Gesamtvertrag für Ärzte mit der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK) zu ermöglichen, empfiehlt der Rechnungshof (RH), die Landesärztekammern zu entmachten. Diese sollen den einheitlichen Regelungen nicht mehr zustimmen müssen, berichteten "Profil" und Ö1-"Mittagsjournal", denen ein Rohbericht vorliegt, am Mittwoch. Die Ärztekammer (ÖAK) kann die Vorwürfe nicht nachvollziehen und weist diese in einer Aussendung Mittwochnachmittag zurück.
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