Die 7,1 Mrd. Euro entsprechen 1,4 Prozent des BIP. Dieser Betrag sei als "Kompass für die Sparnotwendigkeiten" zu sehen und "wird hoffentlich und vermutlich nicht so realisiert". Der "effektive Bedarf" werde von den politischen Entscheidungen der nächsten Regierung und der Europäischen Kommission abhängen. Bei einem Defizitverfahren der EU-Kommission "wäre der Konsolidierungsbedarf ein sanfterer", sagte Niessner, auch wenn es ein Reputationsrisiko gebe.
Wien
OeNB prognostiziert für 2025 Defizit von 4,1 Prozent
Die Oesterreichische Nationalbank ist nun deutlich pessimistischer für das Budgetdefizit als im Juni. 2025 dürfte das Defizit auf 4,1 Prozent der Wirtschaftsleistung (statt im Juni erwarteten 3,3 Prozent) steigen. Das würde einen Konsolidierungsbedarf 2025 von 7,1 Mrd. Euro mit sich bringen, um das Maastricht-Ziel von 3,0 Prozent zu erreichen, sagte Birgit Niessner, Direktorin der Hauptabteilung Volkswirtschaft der Oesterreichischen Nationalbank am Freitag.
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