Noch zu Beginn des Schuljahres 22/23 lag die Quote der "außerordentlichen" - jene Schüler und Schülerinnen die dem Unterricht aufgrund mangelnder Sprachkenntnisse nicht folgen können - bei rund 36 Prozent. Dieser Anstieg spiegle zwar zum Teil die internationalen Krisen wieder, argumentierte Wiederkehr. Viele der Kinder, die im Zuge der Kriege in Syrien und der Ukraine als Flüchtlinge nach Wien kamen, seien als außerordentliche Schüler ins System eingetreten. Da rund 61 Prozent der Erstklässler mit "außerordentlichem Status" in Österreich geboren wurden, erklären Fluchtbewegungen aber nur einen Teil des Phänomens. 1.959 hatten die österreichische Staatsbürgerschaft, wie eine Anfrage der Wiener ÖVP an Wiederkehr zeigte. 265 wurden in der Ukraine geboren. Im Durchschnitt besuchten die 8.342 außerordentlichen Schüler und Schülerinnen 2,14 Jahre den Kindergarten.