Beim Frontalzusammenstoß der beiden Züge war einer der Zugfahrer ums Leben gekommen. Von den 40 Verletzten wurden zwei am Mittwoch weiterhin im Krankenhaus behandelt, wie Álvarez weiter sagte.

Der Zugverkehr zum Ort Aguas Calientes, Ausgangspunkt für den Besuch des Machu Picchu, war nach dem Zusammenprall am Dienstag eingestellt worden. Rund 2.000 Touristinnen und Touristen aus dem In- und Ausland strandeten in dem Ort. Am Mittwoch wurde der Zugverkehr wieder aufgenommen.

Die Bahngesellschaft Ferrocarril Transandino berichtete, bei dem Unglück sei ein Zug am Dienstagmittag auf der eingleisigen Strecke zwischen der Ortschaft Ollantaytambo und Machu Picchu mit einem entgegenkommenden Zug kollidiert. Das Unglück ereignete sich in einem schwer zugänglichen Gebiet in den Anden ohne direkte Straßenanbindung.

Die einstige Inka-Hauptstadt Machu Picchu wurde im 15. Jahrhundert in 2.500 Metern Höhe erbaut. Die seit 1983 zum UNESCO-Weltkulturerbe zählende Ruinenstadt zieht laut dem peruanischen Tourismusministerium täglich rund 4.500 Besucher an, darunter zahlreiche Ausländer. Um zu der hoch in den Anden gelegenen Touristenattraktion zu gelangen, nehmen Besucher erst den Zug und anschließend einen Bus.

Im September waren hunderte Touristen zeitweise nahe dem Machu Picchu gestrandet. Protestierende Einheimische hatten die Bahngleise blockiert, um eine Ausschreibung zur Auswahl eines neuen Bus-Betreibers durchzusetzen.