Zugleich schlossen sich 21 europäische Länder einem Mechanismus zur Unterstützung der Mittelmeerländer im Umgang mit Asylsuchenden an. Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) hatte den Beschluss zu Außengrenzen und Fingerabdrücken begrüßt, zugleich aber den Widerstand gegen die Flüchtlingsaufnahme bekräftigt. Österreich werde keine zusätzlichen Migranten über diesen Mechanismus aufnehmen und auch keinen finanziellen Beitrag leisten. Karner sieht in einer Umverteilung ein "völlig falsches Signal an die Schlepper".
Außenpolitik
EU-Staaten einigen sich auf Teil der Asylreform
Im Kampf gegen illegale Migration haben sich die EU-Staaten auf verschärfte Regeln an den europäischen Außengrenzen und eine Reform der Datenbank zur Abnahme von Fingerabdrücken geeinigt. Die ständigen Vertreter der 27 Länder in Brüssel fassten am Mittwoch die notwendigen Beschlüsse, nachdem die Innenminister bereits vor knapp zwei Wochen eine politische Einigung dazu erzielt hatten.