Bewaffnete Männer waren laut Augenzeugen am Abend des 11. Jänners 2025 in das Haus von Eva G. in der nigrischen Wüstenstadt Agadez eingedrungen. Sie verfrachteten die Frau in einen Geländewagen. Lokale Medien berichteten, dass es sich bei den Kidnappern um Kriminelle handelte, die die Österreicherin an eine terroristische Gruppe weitergereicht haben. Die islamistische Terrormiliz JNIM, ein regionaler Ableger der Al-Kaida, dementierte unmittelbar nach der Entführung eine Beteiligung an der Tat.
Agadez/Wien
Österreicherin vor einem Jahr im Niger entführt
Vor einem Jahr ist die Österreicherin Eva G. im Niger entführt worden. Ihr Sohn, Christoph Gretzmacher, hofft auf eine baldige Rückkehr seiner Mutter. Er sorgt sich um die 74-Jährige, die unter extremen Bedingungen in der Wüste leben muss. "Temperaturen von bis zu 50 Grad stellen selbst für Menschen mit langjähriger Erfahrung in der Region eine Lebensgefahr dar", warnt er. Das Außenministerium erklärt auf APA-Anfrage, "intensiv mit der Lösung des Falles beschäftigt" zu sein.
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