Die Amnestie erfolgte offenbar im Zusammenhang mit dem Besuch des US-Sondergesandten Keith Kellogg, der am Samstag in Minsk den autoritären Präsidenten Alexander Lukaschenko getroffen hatte. Die Gespräche drehten sich laut Diplomaten um die "politische Weltlage" sowie um eine friedliche Lösung für Russlands Angriffskrieg in der Ukraine, aber auch um die bilateralen Beziehungen zwischen den USA und Belarus. Die Amnestie ging auf ein Abkommen des US-Gesandten Kellogg mit Belarus zurück, teilte wiederum ein Sprecher des litauischen Ministerpräsidenten am Samstag mit. Auch Litauens Außenminister Kestutis Budrys bekräftigte im Onlinedienst X, die Rolle der USA bei der Freilassung sei "entscheidend" gewesen.