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Annäherung von Konfliktparteien im Jemen stockt

Die Annäherung der beiden Konfliktparteien im verheerenden Bürgerkrieg im Jemen stockt. Man habe gesehen, dass die Zeitpläne sowohl für den Abzug von Truppen aus der Hafenstadt Hudaidah als auch für einen großen Gefangenaustausch zwischen der Regierung und den Houthi-Rebellen verlängert wurden, teilte das Büro des UNO-Vermittlers Martin Griffiths am Montag mit.

 

"Wir haben es mit einer komplexen Situation vor Ort zu tun", hieß es. Die Waffenruhe in der umkämpften Küstenstadt Hudaidah und auch der Austausch von etwa 16.000 Menschen in Gefangenschaft hatten Regierung und Rebellen im Dezember in Schweden vereinbart.

Unterdessen landete Griffiths am Montag in Jemens Hauptstadt Sanaa, wie Quellen am Flughafen bestätigten. Er will die verhärteten Fronten zwischen beiden Lagern - die sich zuletzt immer wieder gegenseitig den Bruch der Waffenruhe vorgeworfen hatten - aufweichen. Nach Gesprächen in Sanaa sein deshalb auch ein Besuch in Hudaidah und ein Treffen mit dem ehemaligen niederländischen General Patrick Cammaert geplant, der die Feuerpause mit seinem Team für die Vereinten Nationen überwacht. Zuletzt kamen allerdings Sorgen um die Vereinbarung von Schweden auf, als berichtet wurde, Cammaert wolle von seiner Aufgabe zurücktreten.

Der Jemen-Krieg, der sich seit 2015 nach UNO-Angaben zur schwersten humanitären Krise der Welt ausgewachsen hat, ist zugleich ein regionaler Konflikt. Saudi-Arabien und weitere arabische Verbündete unterstützen die international anerkannte Regierung des Jemen mit Luftangriffen, weil sie in den Houthi-Rebellen den wachsenden Einfluss des Erzfeindes Iran in der arabischen Welt sehen. Teheran unterstützt die Aufständischen.

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