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Schiff mit 450 Migranten steuert auf Lampedusa zu

In Italien bahnt sich ein neuer Konflikt um ein Flüchtlingsschiff an. Ein Fischerboot mit 450 Migranten an Bord ist am Freitagabend auf die Insel Lampedusa zugesteuert, obwohl Innenminister Matteo Salvini ein Einlaufen ausschloss. Nach Angaben der maltesischen Behörden befand sich das zweistöckige Holzschiff bereits in italienischen Gewässern.

 

Malta wies den Vorwurf der italienischen Regierung zurück, sich nicht zur Rettung des Schiffes eingeschaltet zu haben, obwohl es in Maltas Gewässern befunden habe. Das 20 Meter lange Fischerboot war von Libyen abgefahren. Noch unklar ist, wer es steuerte. Zwei Schiffe der italienischen Küstenwache befanden sich unweit des Fischerbootes, berichteten italienische Medien.

Salvini bekräftigte sein striktes Nein zur Aufnahme von Flüchtlingsbooten. "Malta, die Schlepper und Gutmenschen in Italien und auf der ganzen Welt sollen wissen, dass dieses Schiff keinen italienischen Hafen erreichen darf. Italien hat schon genug geleistet", sagte er.

Die italienische Regierung hatte am Freitagnachmittag Malta aufgerufen, seinen Hafen zu öffnen und das Einlaufen eines Schiffes zu ermöglichen. Das Schiff sei in maltesischen Gewässern unterwegs. "Laut dem Seerecht sollte Malta seine Schiffe zur Rettung entsenden und seine Häfen öffnen. Die italienische Küstenwache kann wenn notwendig unterstützend eingreifen, doch Malta soll sofort seine Pflicht erfüllen", twitterte der italienische Verkehrsminister Danilo Toninelli, der für die italienischen Häfen zuständig ist.

Die von der populistischen Fünf-Sterne-Bewegung und der rechten Lega getragene Regierung verfolgt einen strikten Kurs gegen die Aufnahme von Flüchtlingen. In der Nacht auf Freitag waren 67 Migranten im sizilianischen Trapani gelandet, die an Bord eines Schiffes der italienischen Küstenwache genommen worden waren.

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