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ParlamentÖVP entledigt sich des umstrittenen Dollfuß-Bildes

Im Zuge des Umbaus des Parlaments ist die ÖVP das umstrittene Dollfuß-Bild losgeworden. Das Porträt wurde dem niederösterreichischen Landesmuseum als Dauerleihgabe übergeben.

Das umstrittene Dollfuß-Bild
Das umstrittene Dollfuß-Bild © Christian Müller
 

Knalleffekt in der ÖVP: Den Umbau des Parlaments nimmt die ÖVP  zum Anlass, um das umstrittene Porträt des christlich-sozialen Bundeskanzlers Engelbert Dollfuß los zu werden. Das Bild, das dem ÖVP-Klub gehört, wird nach Informationen der Kleinen Zeitung als Dauerleihgabe dem Niederösterreichischen Landesmuseum übergeben. An eine Rückkehr in den Klub nach Abschluss der Umbauarbeiten, die auf drei Jahre anberaumt sind, ist nicht gedacht.

ÖVP-Klubobmann Reinhold Lopatka bezeichnet den Schritt gegenüber der Kleinen Zeitung "als gute Lösung." Die Entscheidung sei im ÖVP-Klubpräsidium gefallen. Im provisorischen Container am Heldenplatz habe es keine Möglichkeit gegeben, die Bilder aufzuhängen. Statt die rund zehn Bilder irgendwo zu verwahren, wurden sie dem Landesmuseum übergeben. Dort soll das Dollfuß-Bild im Rahmen einer von Stefan Karner kuratierten Schwerpunktausstellung zur "Umkämpften Republik", die sich mit der Ersten Republik befasst, der Öffentlichkeit gezeigt werden. Eröffnet wird die Ausstellung am 9. September.

Seit Jahrzehnten flammt immer wieder die Debatte über das Dollfuß-Bild im ÖVP-Klub auf. Der christlichsoziale Bundeskanzler hatte im Gefolge der Selbstausschaltung des Parlaments im März 1933 die Demokratie abgeschafft und den Ständestaat errichtet, wenige Monate nach dem sozialdemokratischen Februar-Aufstand, der von der Regierung brutal niedergewalzt wurde, wurde Dollfuß  im Verlaufe des gescheiterten Nazi-Putsches im Juli 1934 im Bundeskanzleramt ermordet. 

Zum 80. Todestag im Sommer 2014 hatte Lopatka durch das Anbringen einer Zusatztafel beim Dollfuß-Bild die Debatte etwas entschärft. Von der Dauerleihgabe sind rund zehn Bilder betroffen.

Kommentare (12)

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57f225744571b3158bc19c84f82cc103
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Bekommt er in NÖ gar eine Kirche ,

Dann wird das Bild zum Altarbild.

Hohenwanger
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Die Schwarzen haben sich selbst erfunden

Dollfuss war das Opfer der Nazi ist von diesen ermordert worden.
Die Opfer die Österreich mit den Nazi bekommen hat, zählt das nicht, was Dolfuss an Verbrechen begangen hat.
Einen Bürgerkrieg führten die Roten damals auch in Österreich.
War der Bürgerkrieg für Österreich notwendig?

Zeitgenosse
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Zeit is worden!

Lang habens Gebrauch um einzusehen, daß jemand der das Parlament ausschaltet im Parlament nichts verloren hat.
Er war ein Austrofaschist ,der auf Arbeiter geschossen hat und deren Tod in Kauf genommen hat.
Dollfus war ein Diktator diesseits der der Grenze und nannte sich christlich, der andere Österreich jenseits der Grenze zeigte gleich was er war.
Mögen solche Gestalten nie wieder Macht in Europa bekommen.

criticus11
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Zeitgenosse

Was war der Grund? Warum hat der Mann das veranlasst?

schadstoffarm
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nach 83 Jahren der Überlegungen

verzichtet man darauf Sozialdemokraten und Demokraten generell zu pflanzen.

Irgendeiner
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Warum gerade

jetzt wo der wieder saloonfähig wird, aber Niederösterreich ist zugegebenermaßen eine gute Wahl,wo die Sobotkas gerkommen.

alsoalso
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Endlich

Kurz bringt echt etwas weiter ....Gratulation . Dollfuß war kein Demokrat und hat mit der heutigen ÖVP sicher nichts zu tun !

Mein Graz
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kurz bringt was weiter?

"Die Entscheidung sei im ÖVP-Klubpräsidium gefallen."

und wenn der kurz da mitgemischt hat, dann war das ja bestimmt der wichtigste schritt für österreich, oder?

Elli123
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Entscheidung des Klubpräsidiums

Alle Erfolge können auch nicht Kurz angelastet werden....zumindest war Dollfuß auch ein Mann der Tat und ist Probleme nicht ausgesessen.

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Wohl auch ironisch zu verstehen

denn die Diktatur des christlichen Ständestaates konnte den Nationalsozialismus erst recht nicht verhindern. Durch das Verbot der NDSAP wurde diese ja eigentlich sogar stärker, weil nur die Symptome unterdrückt wurden, aber nicht die tieferen URSACHEN angegangen wurden (z.B. das mangelnde Verständnis für DEMOKRATIE bei ALLEN Parteien und die hohe Erwerbsarbeitslosigkeit und das fehlende soziale Sicherungsnetz!). Insofern scheint mensch in Österreich immer noch nicht aus der Geschichte zu lernen :-(

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Ich bin ein Gegner von Bilder verbrennen.

Aber für das Bild des Arbeitermörders würde ich eine Ausnahme machen.

GordonKelz
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ARBEITERMÖRDER.....

ICH AUCH !
Gordon Kelz