Es war ein holpriger Start ins Regierungsamt, den der frühere Gastwirt seit der Angelobung im März hingelegt hat. Das hatte vor allem mit den doch erheblichen Erwartungen an den Neos-Politiker zu tun, der als Oppositionspolitiker selten eine Gelegenheit ausließ, um gegen die bisweilen kafkaesk überverwaltete Republik zu poltern. Eigene Fehltritte spielten dabei eine Rolle – und natürlich sorgte die Entscheidung, die Themen Deregulierung und Entbürokratisierung ausgerechnet unter dem Dach des nunmehr pinken Außenministeriums anzusiedeln, für Spott und Häme. Schellhorn, der einst verlässlich scharfe Ansagen lieferte, fand sich als Staatssekretär plötzlich im Visier bissiger Schlagzeilen. Doch Österreich ist nicht Argentinien, wo ein ultraliberaler Staatspräsident mit Dekreten über Nacht ganze Behörden abschaffen kann.
Entbürokratisierung
Diese Vorschriften will Schellhorn abschaffen
Das Warten auf die konkreten Pläne zur Deregulierung hat ein Ende. Mit 160 Vorschlägen will Neos-Staatssekretär Josef Schellhorn Unternehmen und Menschen von Verwaltungsaufgaben entlasten.
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